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Tag 7

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Worte der Bewohner
Samstag 12.4.2003

5:59 Uhr: Die Tür des Männerschlafzimmers öffnet sich, heraus schleicht Andy. Wobei schleichen eine schlechte Beschreibung ist. Er scheint fast zu schweben, so lautlos bewegt er sich quer durchs Wohnzimmer und die Küche hinein ins Bad, wo er die Tür hinter sich schließt.

7:45 Uhr: Business as usual. Gudrun steht in der Küche und kocht Kaffee, nachdem sie zuvor kurz an die Badezimmertür geklopft, aber keine Antwort erhalten hat.

8:15 Uhr: Der Küchentisch ist gedeckt, so langsam wird es eng in der Küche. Während Claire, Micha, Gudrun und Sam sich setzen (Yasmin schläft heute wohl etwas länger), verkündet Wolfgang: "Ich geh´ jetzt erstmal in den Garten, Workout machen. Denn wie sagt der Lateiner so schön ´Mens sina in cap...`, ach ihr wisst schon: Ein gesunder Körper macht klug!" Gudrun will gerade Wolfgang darauf aufmerksam machen, dass er da wohl etwas verwechselt habe, wird aber von einem müde abwinkenden Sam eines Besseren belehrt. Begleitet von sporadisch zu hörendem Geächze aus dem Garten, lassen es sich unsere Freunde schmecken.

8:44 Uhr: Wolfgang kommt schweißgebadet zurück in die Küche. "So, jetzt ´ne Dusche. Ist jemand im Bad, die Tür ist ja zu?" "Kann sein, ich weiß nicht genau", erwidert Gudrun. "Wie, was jetzt, schauen wir doch mal nach", spricht Wolfgang, öffnet die nicht verschlossene Badtür und bleibt wie angewurzelt im Rahmen stehen. "Das gibt´s doch nicht, zieht euch das mal rein!". Als die anderen das Badezimmer betreten, tritt Stille ein. Sie alle starren mit offenen Mündern in die Dusche. Dort steht Andy im Kopfstand, die Beine in Schneidersitzhaltung und macht: "Ooooommmm!". Sam ist der erste der das Schweigen bricht: "Er scheint zu meditieren!" "Wird ihm sicherlich gut tun", ergänzt Gudrun. "Gut tun? Mir würde eine Dusche gut tun! Wenn der Psycho nicht bald da rauskommt, polier ich ihm die Kauleiste!!!!"
Von all dem Lärm ist nun auch Yasmin aufgewacht und gesellt sich zu den anderen neben die Dusche. "Und nun?", fragt sie sichtlich verwirrt. "Den krieg´ ich da raus!", brüllt Wolfgang wie von Sinnen und dreht das kalte Wasser auf, was Andy nicht zu beeindrucken scheint. "Oooooommmmmm!"

9:15 Uhr: Alle (bis auf Andy) sitzen nun wieder in der Küche. "Hach, jetzt regt euch mal wieder ab", versucht Micha die Gemüter zu beruhigen, "ich kann mich auch mit dem Taschenspiegel über dem Küchenbecken schminken". "Genau Wolfgang, ganz easy, mach mal nicht so ´nen Aufriss.", ergänzt Sam. "Halt bloß die Klappe, ich stinke!!", wird er von Wolfgang angeherrscht. Claire, die heute passenderweise ein "Free Tibet"-Shirt trägt, nimmt Sam bei der Hand und zieht ihn aus der Küchentür ins Wohnzimmer, bevor die Situation eskalieren kann. Danach verschwinden die beiden in den Garten.

10:45 Uhr: Nachdem Wolfgang seinen "Kaltwassertrick" noch mehrere Male probiert hat, gibt er auf, nicht ohne vorher lauthals zu verkünden, dass er den Tag nun eben stinkend im Wohnzimmer und vor dem Fernseher verbringen werde. Die anderen gesellen sich in gebührendem Sicherheitsabstand dazu, während sich Wolfgang durch die Videos wühlt. Sam ist im Garten geblieben. "Rambo III! Genau das, was ich jetzt brauche." Es hagelt Proteste. "Du vergisst wohl, dass du nicht alleine hier bist", bemerkt Gudrun. Micha eilt ihr zur Seite: "Iiiiiihh und ich kann kein Blut sehen". Den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, steuert jedoch Claire bei: "So ´nen imperialistischen Scheiß willst du dir ansehen?" "JA WILL ICH! ´Die Farbe Lila´ haben sie uns ja leider nicht mitgeliefert." Unter Tränen läuft Claire in den Garten. Die anderen, mit Ausnahme Yasmins, folgen ihr.

12:20 Uhr: Gudrun und Micha kochen. Ratatouille. Es wird beschlossen aufgrund des guten Wetters heute im Garten zu dinieren. Claire und Sam decken den Tisch, Yasmin sitzt am Küchentisch und sieht etwas verloren aus. Das Essen verläuft schweigsam. Wolfgang weigert sich beharrlich zu den anderen zu stoßen. Aus dem Wohnzimmer sind vereinzelte Gewehrsalven zu hören.

15:00 Uhr: Den kompletten Nachmittag versuchen sich die Bewohner abzulenken. Sie sitzen auf einer großen Decke im Garten. Gelegentlich versucht Micha, die anderen zum Federballspielen zu ermuntern. Sam erbarmt sich schließlich und spielt halbherzig ein paar Bälle, die Micha unter lautem Gekreische allesamt verfehlt. Wolfgang hat sich in den letzten 4 Stunden nur einmal bewegt. Die Kassette musste gewechselt werden. Nun läuft "Terminator 2"

18:15 Uhr: Würde es nicht dämmern und das Abendessen in der Küche eingenommen werden, könnte man an eine Zeitschleife denken. Völlige Stille herrscht, nur Micha versucht mit schlechten Männerwitzen die Stimmung aufzuheitern, stellt aber bald ihre Bemühungen ein.

19:25 Uhr: Micha und Gudrun gehen ins Frauenschlafzimmer. Sie versuchen noch ein halbes Stündchen sich über Belanglosigkeiten zu unterhalten, bis sie es aufgeben. Da das Männerschlafzimmer verwaist ist, können sich Sam und Claire dorthin zurückziehen. An ein Bett gelehnt, unterhalten sie sich angeregt. Leider können wir nur einige Wortfetzen erhaschen. Die Worte: "Rasta", "Tibet" und "Arschloch" fallen mehrmals.

20:30 Uhr: Yasmin geht ins Bett und liest (!) noch ein bischen. Leider ist das Licht zu dunkel und wir können keinen Blick auf den Titel erhaschen.

23:25 Uhr: Es sind nur noch Geräusche aus dem Wohnzimmer zu hören. Wolfgang lautes Schnarchen auf dem Sofa vermischt sich hypnotisch mit Darth Vaders Schnaufen aus dem Bildschirm.

Worte der Bewohner

Gudrun (13:50): "Das ist ja schlimmer als eine Klasse voller Pubertierender. Ohne mein Pädagogikstudium hätte ich hier Probleme. Aber ich bin ja aus der Schule einiges gewohnt. Die Schüler sind in den letzten 20 Jahren ja auch immer aufmüpfiger geworden.“

Micha (15:44): "Also das ist ja gaaaar nicht so mein Ding, wie das heute abgelaufen ist. Sowas......Das kann sogar mir die Laune verderben, dabei bin ich doch so ein Sonnenscheinchen.“

Sam & Claire (18:32): "Ich hoffe das ist nicht gegen die Regeln, aber die Claire hat mich gebeten heute hier mit reinzukommen. Wir sind beide noch ein bisschen runter mit den Nerven, ich denke das hat man auch gemerkt.“ "Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. So ein Machoschwein. Vielleicht sollten wir morgen Mittag mal ein Plenum einberufen. Also ich glaub die meisten hier werden Wolfgang morgen nominieren.“

Yasmin (19:45): "Puuh, was ein Tag. Ich muss sagen, Wolfgangs Aggressivität hat mich heute morgen doch etwas erschreckt. Aber ich kann ihn schon ein bisschen verstehen. Ist ja auch eklig, wenn man sich nach so hartem Training nicht duschen kann. Ganz schöne Muckies hat der Wolfgang. Da steh´ ich ja drauf.“

Wolfgang (21:30): "Nehmen die den Bekloppten auch noch in Schutz. Aber nach dem Ding wissen morgen wenigstens alle, wer raus muss! Jetzt muss ich aber wieder vor den Fernseher, sonst sag ich hier noch Sachen, die dann rausgeschnitten werden müssen.“

Andy (23.59): "Ooooooommmmmmm....."
dieser Tag
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ein weiterer Morgen in der Küche
Andy meditiert ... unter der Dusche.
Claire und Sam decken im Garten den Tisch.
Micha im Sprechzimmer
Yasmin ... liest noch ein bisschen!

 

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