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Tag 62

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Worte der Bewohner
Freitag, 6. Juni 2003

3.35 Uhr:
Sirenen heulen durch die Nacht und Claire wird wach. Zärtlich weckt sie ihren Freund: "Sam, irgendwas geht da vor sich!" Der brummelt: "Wird schon nichts sein, lass uns doch weiter schlafen!" "Jetzt komm schon, da draußen sind ganz viele Sirenen!"

3.45 Uhr: Sie hat ihn endlich wach bekommen. Gemeinsam stehen sie auf der Terrasse: es ist wirklich eine seltsame Atmosphäre vor der Tür, aus der Ferne hört man Feuerwehrautos und Polizeifahrzeuge. Ansonsten wirkt das Zwielicht wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm.

4.00 Uhr: Die Regie meldet sich zu Wort: LIEBE MITBEWOHNER, WIR MÜSSEN EUCH WARNEN: DAS WETTERAMT HAT STURMWAHNUNG GEGEBEN! "Ja und?" mault Sam, "dann lasst uns doch einfach weiterschlafen!" DAS WÜRDEN WIR JA GERNE MACHEN, ABER ES GIBT EINEN ORKAN UND MIT ÜBERSCHWEMMUNGEN IST ZU RECHNEN. "Und, was soll´s, wir bleiben einfach in unserem Haus und lassen das Unwetter vorbei ziehen!" Sam scheint es einfach besser zu wissen.

4.05 Uhr: ES GIBT EINIGE DINGE ÜBER DEN CONTAINER AN SICH, DIE IHR NICHT WISST: ER IST EINE RECHT BILLIGE AUSFÜHRUNG, DIE WIR HIER ANGEMIETET HABEN. ER IST NICHT WIRKLICH WETTERFEST. NAJA, UND AM FUNDAMENT MUSSTEN WIR LEIDER AUCH SPAREN. "Was soll das denn jetzt bedeuten?" fragt eine langsam besorgte Claire. UM DIE WAHRHEIT ZU SAGEN, ER HAT GAR KEIN FUNDAMENT. ER STEHT EINFACH SO AUF DER GRÜNEN WIESE. UND WAS DAS SCHLIMMSTE IST- ER IST NICHT VERSICHERT! "Das habt ihr ja wieder super hingekriegt in eurem Sparwahn. Aber ihr müsst hier drin schließlich auch nicht wohnen!" CLAIRE, DEINE UNKONSTRUKTIVE ART BRINGT UNS JETZT NICHT WEITER. WIR MÜSSEN JETZT ALLE ZUSAMMEN ARBEITEN UM ZU RETTEN, WAS ZU RETTEN IST: VERRIEGELT SOFORT ALLE FENSTER. NEHMT ALLE BETTTÜCHER, HANDTÜCHER UND WAS IHR SONST SO FINDET, MACHT SIE NASS UND LEGT SIE IN DIE TÜRRIZZEN!

4.25 Uhr: Draußen wird der Wind immer stärker und die Furcht steht zwei der Mitbewohner ins Gesicht geschrieben. Hektisch kontrollieren sie alle Fenster und dichten die Türen ab. Nur Andy sitzt nachdenklich auf dem Sofa. Als Claire ihn anherrscht, er soll doch gefälligst um ihrer aller Sicherheit willen mithelfen, kommt nur ein "Was nicht lebt, kann nicht sterben!" zurück.

5.00 Uhr: Das Unwetter ist jetzt im vollen Gange, von überall schlägt der Regen gegen das Haus. Durch die Fensterrahmen drückt sich das Wasser und nun wird die billige Verarbeitung des Containers offensichtlich. Hysterisch ruft Claire den Sam an die Balkontür: "Da schau mal, der Fahnenmast ist beim ersten Windhauch umgestürzt!" "Oh, Gott, und da sind wir hochgestiegen!!"

5.15 Uhr: Das Unwetter wird immer schlimmer, als Claire bemerkt, dass Babe noch immer draußen im Garten ist: "Oh Gottohgottohgott, ihr müsst was tun, holt sofort das Schwein hier rein!" Sam ist gleich bei der Tür, doch Andy macht keine Anstalten, sich um das Schwein zu kümmern. Sam schreit ihn an:"Dein geliebtes Tier ist da draußen und verreckt, und dir geht das am Arsch vorbei???" Doch von Andy kommt nur ein apathisches: "Was nicht lebt, das kann nicht sterben!"

5.30 Uhr: Klatschnass kommt Sam mit Babe zurück. Er ist immer noch zutiefst schockiert: "Ihr glaubt nicht, was da draußen abgeht. Ich hatte echt das Gefühl, dass es mich sofort wegweht. Oder das mich ein Baum erschlägt!" "Oh Sam, mein Held, das war mutig von dir, du mein Schweineretter" himmelt Claire ihn an.

6.15 Uhr: "Was riecht hier eigentlich so streng?" fragt Sam. "Ich glaube, dass kommt aus dem Badezimmer!" antwortet Claire und gemeinsam gehen sie dorthin. "Ich fall´ gleich in Ohnmacht bei dem Gestank!" Fassungslos stehen sie vor der Sauerei in der Toilette. Aus der Schüssel drückt es mit aller Gewalt eine unangenehme Flüssigkeit heraus. Der Boden ist schon flächendeckend voll mit der üblen Brühe. "Hey Regie, was ist denn mit dem Klo!!!" ÄHEM, DASS HABEN WIR EUCH AUCH NOCH NICHT GESAGT. LEIDER KONNTEN WIR DAS HAUS NICHT AN DIE ÖFFENTLICHE KANALISATION ANSCHLIESSEN. DESWEGEN STEHT EURE TOILETTE AUF EINER SICKERGRUBE. "Seid ihr wahnsinnig!" JA, TUT UNS LEID, WIR HATTEN LEIDER NUR EINEN RECHT KNAPPEN ETAT ZUR VERFÜGUNG. Aber Babe scheint wenigstens ihren Spaß an der Situation zu haben. Genüsslich suhlt sich das Schwein auf dem Badezimmerboden. Doch dafür hat Claire kein Verständnis: "Babe, du Schwein, komm sofort raus da! Sam, hol´ sie da sofort raus!" Sam tut wie ihm geheißen und führt die nun ebenfalls verständnislose Babe in die Küche ab.

6.30 Uhr: Sam und Claire haben die Badezimmertür hermetisch abgeriegelt und sitzen nun in der Küche. Zu viert starren sie die Tür an: Wird sie halten?

7.15 Uhr: Die Wettersituation hat sich inzwischen wieder entspannt und die Tür gehalten. Die erschöpften Mitbewohner sind am Küchentisch eingeschlafen.

8.30 Uhr: "Sam, ich ertrage den Gestank nicht mehr, lass uns doch wieder ins Bett gehen!"

12.30 Uhr: Claire liegt nervös im Bett. "Sag mal, Schatz, was ist mit dir?" fragt Sam sie. "Ich muß so dringend auf die Toilette, aber ich trau mich nicht!" "Dann geh´ doch in den Garten!" "Das ist aber auch nicht besonders angenehm, aber das wird wohl das Beste sein!"

12.40 Uhr: Aufgeregt kommt Claire zurück: "Sam, Sam, ich muß dir was zeigen!" Sie zieht ihn aus dem Bett in Richtung Terrasse. "Schau mal, dass Haus hat sich bewegt!" Und tatsächlich hat das Unwetter den Container ein paar Meter weiter in den Garten getrieben!

17.30 Uhr: ES TUT UNS JA LEID! Die Regie meldet sich wieder zu Wort: ABER WIR MÜSSEN EUCH AN DIE WOCHENAUFGABE ERINNERN. IM BADEZIMMER SIEHT ES WIRKLICH SCHLIMM AUS, DAS MUSS WIEDER IN ORDNUNG KOMMEN. "Das könnt ihr echt nicht verlangen von uns!" widerspricht Claire vehement. ABER IHR MÜSST DOCH AUF DIE TOILETTE- ES IST DOCH IN EUREM SINNE, DASS DAS WIEDER ALLES BEGEHBAR IST! "Dann gehen wir halt in den Garten!" UND WAS IST MIT WASCHEN? "Ach, das hier ist doch eh gleich vorbei, zwei Tage ohne Waschen schaffen wir jetzt auch noch!" ABER EURE WOCHENAUFGABE! "Ist doch eh die letzte- was wollt ihr uns denn noch geben?!" Bei der Regie hört man ein Tuscheln: WIR LEGEN BEIM GEWINNER NOCH 200 DRAUF! "Vergesst das mal!" ABER WIR KRIEGEN DAS OBJEKT SO UNMÖGLICH VOM VERMIETER ABGENOMMEN! "Na gut, ich mache es, des lieben Friedens willen!" meldet sich Sam zu Wort.

23.30 Uhr: Erschöpft fällt Sam zu Claire ins Bett: "Schatz, ich bin total müde. War das ekelig! Aber jetzt geht’s wieder, aber besonders gut riechen tut es dort immer noch nicht!" "Du Sam, hast du mal über die Finanzen der Regie nachgedacht?" "Nöö, warum?" "Naja, sie können sich keine Versicherung oder sonst was leisten- meinst du, die können die Siegprämie überhaupt auszahlen?" Sam wird bleich: "Meinst du wirklich?"

Worte der Bewohner

Claire, 15.02 Uhr: Da habe ich heute doch ein bisschen Angst bei dem Unwetter bekommen. Da draußen geht die Welt unter und ein jeder kann sehen, dass das was nicht stimmt. 32 Grad Anfang Juni? Überschwemmungen in Mitteleuropa? Macht ruhig so weiter mit eurer Umweltverschmutzung! Es wenn der letzte Baum gefällt ist, werdet ihr wohl verstehen, dass man Geld nicht essen kann!

Andy, 16.47 Uhr: Was soll ich denn sagen? Das, was jemand schreibt? Kann diese Linie in meinem Gesicht wirklich sprechen?

Sam, 23.45 Uhr: Da hat mir Claire wirklich Angst gemacht gerade. Jedenfalls werde ich, bevor ich mich auf so ein Spiel wieder einlasse, erst mal prüfen, ob das Unternehmen auch solide ist!
dieser Tag
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Claire dichtet die Eingangstür ab.
ANDY: Was nicht lebt, das kann nicht sterben!
Spuren der Verwüstung im Garten...
... doch Sam hat Babe gerettet.
Claire und Sam - fassungslos vor dem Klo ...
... und später nervös in der Küche.

 

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