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Tag 60

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Worte der Bewohner
Mittwoch, 4.5.2003


10:00 Uhr: Punkt zehn klingelt es an der Tür. Mit einem lauten "Meeeeerreeeeeeeeeeeeeeeep, jetzt bist Du endlich da", rennt Andy gen Tür, stürzt jedoch und knallt mit seinem Kopf an die Wand. Aber Indianer Andy kennt keinen Schmerz.
Öffnen tut letztendlich Sam. "Hallo?", fragt er schüchtern, als er in das Gesicht eines Endvierzigern sieht. "Guten Tag, ich bin Günter."
"Wie, Günter?", Andy ist entsetzt. "Du bist doof", sagt er quengelig und schleicht in den Garten.
Claire greift Sams Hand und sagt zu Günter mit großen Augen: "Hallo, ich bin die Claire." – "Angenehm, und der Typ mit der Mütze ist Euer Kasper, hat man mir erzählt." – "Richtig", sagt Sam, "schauen Sie die Fernsehkarriere7 denn nicht selber?"
Günter holt aus: "Nein nein, ich habe kein Herz für massenmediale Verblödung. Dafür ist meine Freundin zuständig. Die hat im Internet meinen Auftritt ersteigert und mir geschenkt. Ich weiß absolut nichts von Euch, nur, dass der Herr mit der Mütze irgendwie einen Dachschaden haben soll..."
"Wer ist deine Freundin", fragt Claire und sieht aus wie ein Kätzchen. "Meine Freundin", sagt Günter stolz, "heißt Wolbecker-Hausfrau!"
"Scheißname", brüllt Andy verheult aus dem Garten. "Scheiße, ich wollte mit Mereep schlafen und jetzt kommt dieser blöde Günter!!!"

13:23 Uhr: Am bislang wärmsten Tag des Jahres sitzen Claire, Sam und Günter im Garten. Als man sich dort eingefunden hatte, verschwand Andy mit einem Hechtsprung ins Wohnzimmer. Er will mit unserem Gast scheinbar absolut nichts zu tun haben.
Sam hat schnell aufgegeben, dem Gespräch zwischen Günter und Claire zu folgen. Günter spricht viel von der SPD, Claire hört gebannt zu.

14:06 Uhr: Das Thema Schröder ist durch, Sam hat auch einmal was gesagt.

16:32 Uhr: Das Thema "Die Grünen" ist durch, Claire strahlt. Günter redet, Sam spielt mit seinem Bart.

18:52 Uhr: "...hat nämlich Rexrodt, dieser Schwerverbrecher, folgendes gesagt: ‚Ich werde dafür sorgen, dass...’", noch immer erklärt Günter der faszinierten Claire sein politisches Weltbild.
Sam holt dann und wann Wein. Dieser sorgt zusammen mit der immer noch starken Sonne für hochrote Köpfe in der politischen Diskussion.

19:03 Uhr: "Aufhören", brüllt Andy aus dem Wohnzimmer heraus in den Garten. Sam muss lachen und bittet Andy heraus mit dem Versprechen, dass das Gespräch nicht mehr um Politik gehen wird. Wie ein Kleinkind kommt Andy angekrochen und fragt Günter schüchtern: "Woher bist Du?" "Aus Münster", prostet Günter zurück, "das ist die Stadt, in der es so oft regnet. Wahrscheinlich, weil Münster CDU ist." Claire und Sam legen sofort ihre Hände auf Günters Schenkel um ihn vom Thema Politik abzubringen. Doch zu spät. Andy ist in Rage: "CDU! Dumme Kuh, SPD! Tut mir weh, FDP! Tut auch weh, PDS! Macht nur Stress!!!", brüllt er unentwegt.

20:36 Uhr: "Was ist denn so los da draußen? Sind die Leute wild auf die Fernsehkarriere?", fragt Claire neugierig den Gast. "Nee, also ich find das ganze sowieso ziemlich albern, wobei ihr ja ganz nett seid. Aber Eure Einschaltquote soll wohl mächtig im Keller sein. Und die eine Ex-Bewohnerin ist ja wohl gestorben."
"WAS?" schreien Claire und Sam auf. "Die Oma ist tot", sagt Andy. "Richtig.", grinst Günter. "Wie jetzt? Gudrun? Tot?", Claire kann es nicht fassen. "Tot", murmelt Andy.
"Woher weißt du das denn schon wieder, Andy?”, fragt Sam sichtlich gereizt. "Als Enkel spürt man, wenn Oma stirbt."
Damit hat er nun alle überrascht. "Wie? Du bist Gudruns Enkel?", fragt Claire. "Ja", sagt Andy und schaut Günter hilfesuchend an, "oder?". "Nein, ich glaube nicht", sagt Günter. "Dann halt nicht", nörgelt Andy.

22:00 Uhr: "So, ich muss dann mal wieder.", mit einem katzenartigen Sprung erhebt sich Günter aus dem Sessel. "Münster wartet." – "Und die Wolbecker-Hausfrau, Günter, die wartet auch", grinst Sam. "Ja, richtig. Grüßt die mal bitte schön, die ist ja wirklich ein großer Fan."
"Hallo Wolbecker-Hausfrau", winkt Sam. "Kuckuck!!!", schreit Claire und hüpft albern. Andy hat keine Lust zu grüßen, auf der Stelle schläft er ein und murmelt "das ist ja wirklich ein sehr sehr seltsames Projekt hier..."

Worte der Bewohner

Andy (12:53): Mich nervt der Neue. Ich will, dass der rausfliegt, und zwar so schnell wie möglich."

Claire (16:38): Endlich kann man mal über die wirklich wichtigen Dinge im Leben reden. Hier geht's immer nur um Banalitäten, seit 60 Tagen. Der Günter hätte mal von Anfang an hier drin sein sollen. Wir schwimmen ja schon auf der gleichen Welle...

Sam (17:09): Naja, is ein bisschen doll politisch, der Günter. Der hätte vielleicht doch mal seine Wolbecker-Hausfrau vorlassen sollen. Gut. Trotzdem nett, mal wieder andere Menschen zu sehen. Hab echt schon Bock, hier rauszugehen...

Günter (21:32): Na, das war doch ganz nett hier. Ich würde zwar nie auf die Idee kommen, mir via PC das Privatleben dieser drei doch recht kauzigen Menschen zu geben. Aber live dabei zu sein, hat schon was. Die letzten 3 Tage schau ich mir vielleicht sogar noch an. Ach ja: Dann möchte ich noch meine Wolbecker-Hausfrau grüßen. Und Fredde, Kiki und Bianca.
dieser Tag
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Und schon wieder Besuch im Haus!
Hallo Günter. Ich bin Claire.
Politische Diskussionen im Garten ...
... und trotzdem kommt Andy angekrochen.
Günter muss schon wieder gehen.

 

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