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Tag 59

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Worte der Bewohner
Dienstag, 3.6.2003

10:13 Uhr: Sam und Claire liegen immer noch im Bett. Schließlich hatten sie ja auch was zu feiern. Die Hitze macht sie träge. „Scheiße, dass es heute so warm sein muss“, sagt Sam, da habe ich echt keinen Bock zum Renovieren.“ „Aber dann können wir immerhin die Möbel rausstellen und die Farbe trocknet dann doch auch viel besser.“ „Au ja, und essen können wir im Garten“. Sam freut sich und gibt Claire einen Kuss.

13:42 Uhr: Andy und Sam tragen die letzten Möbel in den Garten, und Claire bereitet in der Küche ein klassisches Renovierungsessen vor. Brühwürstchen mit Kartoffelsalat. „Ich weiß nicht warum, aber bei Umzügen oder ähnlichen Aktionen wie dieser hier gefällt mir die klassische Frauenrolle echt gut. Essen machen, leichte Kisten tragen, Staubsauger halten, hinterher wischen, nur die leichten Stellen streichen und gaaanz viieeel Zeit dafür lassen.“ „Darfst du, Clairchen“, sagt Sam verliebt. Dann wird gegessen. Im Garten. In der prallen Sonne.

13:54 Uhr: „Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Flasche Bier dazu“, stöhnt Sam genüsslich. „Kommt sofort“. Claire springt auf und hüpft zum Kühlschrank und zurück. Auf ihren T-Shirt steht: MANAGERGEHÄLTER FÜR HAUSFRAUEN. „Das kann ich mir aber nicht leisten“, sagt Sam mit einem Lächeln als seine Claire ihm die Bierflasche in die Hand gibt. „Ach, mach dir nichts draus. Das Shirt habe ich doch extra zum Streichen angezogen. Außerdem kannst du mich ja anders entlohnen“, sagt sie anzüglich und gibt Sam einen ausgiebigen Zungenkuss. Auf einmal singt Andy „Veronika, der Lenz ist da“ – ganz alleine und doch vierstimmig. Doch die beiden Turteltauben bemerken dieses Wunder gar nicht.

17:32 Uhr: „Das dauert ja viel länger als ich gedacht hatte“, mault Claire. Aber Sam beruhigt sie: „Mach dich locker. Wir haben ja schließlich noch die ganze Woche Zeit, und jetzt sind schon beide Schlafzimmer gestrichen. Das Wetter bleibt mit Sicherheit auch heute Nacht so gut und wir können die Möbel einfach im Garten stehen lassen und draußen in unseren Betten schlafen. Ist doch alles super. Und jetzt gehen wir am besten alle hintereinander ins Sprechzimmer und dann streichen wir es anschließend gleich hinterher.“

17:55 Uhr: „Was ist denn los, Clairchen?“, fragt Sam die gerade aus dem Sprechzimmer Entschlüpfende. „Ach, die müssen einen immer so ankacken, da drinnen.“ „Das geht mir ja auch nicht viel anders“, versucht Sam zu trösten. „Die sagen, ich hätte auch im Haus verhüten können.“ „Das stimmt ja auch“. „Wie bitte, machst du jetzt auch noch mit? Du hättest genau so gut verhüten können!“ „Stimmt.“ „Wenigstens gibst du es zu, außerdem will ich nicht mehr mit dir streiten – ich freue mich doch auf unser Kind.“

19:06 Uhr: „Machen wir jetzt gleich noch mit dem Wohnzimmer weiter, oder was?“, motiviert Sam die anderen. „Von mir aus“, sagt Claire, „das Bad und die Küche machen wir ohnehin noch dreckig. Also kommen die zum Schluss dran“. Alle drei triefen vor Schweiß, haben kaum Sonne gesehen und beklagen sich gar nicht.

20:42 Uhr: „Leute“, meldet sich der Andy zu Wort, „warum machen wir das eigentlich? Wir kriegen doch sowieso keine Belohnung mehr für die Wochenaufgabe?“ „Das stimmt“, antwortet Sam, „aber man muss sich in der letzten Woche auch mal ein bisschen gut darstellen, damit die Zuschauer einen als Gewinner wählen.“ Claire ist zu verliebt, um Sams Geldgeilheit zu durchschauen und sagt ganz verklärt, dass sie und Sam bei der Gelegenheit auch schon mal für ihre gemeinsame Wohnung und das Kinderzimmer üben könnten.

20:50 Uhr: „Gemeinsame Wohnung? Kinderzimmer?“ Sam wird ein wenig bleich. Schade, dass wir nicht bei der LINDENSTRASSE sind. Ein Zoomeffekt auf Sams Gesicht und das bedrohliche DÜDELDÜDELDÜDELDÜDELDÜDELDÜDEL wäre jetzt genau passend für die Situation. „Jaja“, sagt er dann „gemeinsame Wohnung! Kinderzimmer!“ Claire wird verrückt vor Freude. „Das war doch nur ein Scherz und du willst das wirklich, du süßer Bär“. Sie knutscht ihn ab wie ein Bernhardiner sein lang vermisstes Herrchen.

21:27 Uhr: Feierabend im Garten. Zufriedenes Biergelage zwischen Sofa und Betten, dazu gibt es Frikadellen, die Claire ganz alleine für Sam und Andy gemacht hat. „Ich muss mich jetzt schließlich daran gewöhnen, auch rohes Fleisch zuzubereiten. Unser Kind soll seine Entscheidung immerhin selbst treffen können, ob es vegan leben will oder nicht. Es wäre nicht korrekt, ihm diese Entscheidung abzunehmen.“ „Ich bin stolz auf dich“, sagt Sam. „Ich auch“, sagt Andy und stopft sich gleich drei Fleischklöpse in den Mund während er mit sechs anderen zu jonglieren anfängt. Doch die beiden Turteltauben bemerken dieses Wunder gar nicht.

Worte der Bewohner

17:40 Uhr: Regie: Sam, das letzte Mal hat dich jemand am Freitag angepisst, aber das hat sich ohnehin schon alles erledigt. Weiter so, Sam.“
Sam:
Danke Leute, und nicht vergessen, wer hier als Sieger rausgehen sollte.

17:43 Uhr: Regie: Hallo Andy, Sebastian der Wähler wüsste gerne, ob du eigentlich Geschwister hast. „Bei mir auf dem Speicher wohnen nämlich zwei Typen, die Dir relativ ähnlich sehen. Von Sam leben da auch n paar Zwillinge...“, schreibt er.
Andy:
Da hat ja jemand gut aufgepasst. Aber es wird ihm nicht viel nützen. Früher oder später werden wir ohnehin die Welt beherrschen.
Regie: Luna schreibt übrigens, dass sie ein Kind von dir will.
Andy:
Seht ihr, klappt doch!

17:49 Uhr: Regie: Claire, wir haben eine Nachricht von einem Gast an dich: „Claire, ich habe immer für Yasmin gestimmt. Jetzt nominiere ich aber nur noch dich, weil du so eine sentimentale Kuh bist. Außerdem unverantwortungslos. Es gibt Verhütung! Im Container! Manche würden sagen: Die gehört eingesperrt und geschlagen. Eingesperrt bist du ohnehin schon.“
Claire:
„Erstens komme ich wieder raus, zweitens schlage ich dich gleich, drittens hätte Sam genauso gut verhüten können, also scheiß ihn doch deswegen an und viertens streite ich nicht mit Feiglingen, die mir ihren richtigen Namen verschweigen.“
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Unsere beiden Turteltäubchen...
Alles muss raus!
Claire versorgt ihre Arbeiter.
Feierabend im Garten

 

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