Bewohner   Regeln   Haus  
 
Im Haus...
Kalender
  Einzug
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
29303132333435
36373839404142
43444546474849
50515253545556
57585960616263

Tag 54

Tag zurück  |  Tag vor
Worte der Bewohner
Donnerstag, 29.5.03

05:04 Uhr: So kennen wir unsere Claire gar nicht: Zur Schlafenszeit steht sie im Garten am Schweinegitter mit der Gitarre. Sie spielt und singt den neugeborenen Ferkeln und dem erschöpften Muttertier etwas vor. Sie wippt hin und her und singt immer wieder: "Mein Vati hat drei grunzende Schweine, eins schwarz, eins weiß, eins hat zu kurze Beine. Und genauso kurz ist auch mein Lied, drum singt doch alle noch mal mit: Mein Vati hat..."
Dazu schwingt Andy rhythmisch und ekstatisch seinen Oberkörper hin und her und geht gemeinsam mit Claire bei der Textzeile "zu kurze Beine" in die Knie. Noch lange Zeit geht das so.

11:32 Uhr: Claire döst im Garten, sie ist beim Gitarrespiel glücklich eingeschlafen. Im Hintergrund sieht man Andy noch immer hektisch tanzen. Er scheint fast zu rappen "und... hatzukur... hatzukur... hatzukur... z-z-z-z-z-ze B- B-, zu k-k-k-kur.. z-ze Bein- neeee"
Nannte man seinen Zustand vorhin ekstatisch, so wäre jetzt das Wort "debil" angebracht.

12:07 Uhr: Da stößt der heuschnupfengeplagte Sam hinzu. Sanft beugt er sich über das Schweinegatter, zieht ein weiteres totes Ferkel heraus und legt es in die Bio-Mülltonne. Niesend flüstert er irgendwelche Sympathiebekundungen zu den lebenden Tieren in den Stall.

12:08 Uhr: Lasziv steht Yasmin in der Terrassentür und beobachtet Sam. Als dieser sie bemerkt, sagt sie: "Ich kann an diesen Viechern nix finden. Komm mal her, mein Brummbär. Grrrr Grrrr"
Sam schaut sie mit tiefroten Augen an, niest und grummelt: "Lass mich in Ruhe. Du nervst."
Hinterm Zaun hört man es brüllen: "Joooooaaaaa, rächt ssso." Sam und Yasmin blicken auf. "Sepp?" Hinterm Zaun hört es sich so an, als würde dieser unter Protest gerade abgeführt werden... Kurz unterbricht Andy seinen Tanz und wirft eine nicht kleine Menge Schweinekot über den Zaun.

16:02 Uhr: Noch immer schläft die kleine Claire friedlich mit ihrer Gitarre um den Hals im Garten. Andy hat zu Ende getanzt, hält nun den gestrigen Brief in der Hand und murmelt: "5 Tage vor dem Abferkeltermin bis 5 Tage danach täglich ca. 20–30 dag Traubenzucker zufüttern um ein Energiedefizit (Wehenschwäche!) zu vermeiden. Hmmmmm, wie viel ist denn so ein dag...?" Dabei stopft er Claire Traubenzuckerbonbons in ihren putzig geöffneten Mund.

19:32 Uhr: Sam lernt im Wohnzimmer gerade die Österreichische Grand-Prix-Wertung:
"So eine beschissene Aufgabe...", murmelt er, "Deutschland eins, Norwegen zwo, Belgien drei...neee... vier. Wer hat denn drei? So ein Dreck hier!!!" Yasmin stimmt ihm rauchend zu: "Echt ey, schau mal hier: Bosnien, Lettland, Zypern... wusste gar nicht, was es für bescheuerte Ländernamen gibt. Macht eigentlich gar nicht Andalusien mit?" Sam schaut auf: "Nee." "Ist das nicht mehr Europa?", fragt Yasmin. "Nee, äh doch – aber das ist kein Land, glaube ich", sagt Sam. Yasmin ist sich aber sicher: "Doch doch, das ist ein Land. Ich war da sogar schon mal... voll schön da..." Sams Augen scheinen randvoll mit Pollen zu sein.

20:00 Uhr: Die Regie meldet sich: SAGT MAL, WOLLT IHR EUCH NICHT ENDLICH MAL BESAUFEN HIER? HEUTE IST VATERTAG, ODER FÜR UNSERE OSSIS: HERRENTAG! Im Haus bricht großer Jubel aus, als aus den Boxen DJ Ötzis "Anton aus Tirol" erklingt und Andy aus dem Sprechzimmer eine Extraportion Bier herausgetragen hat. Freude und Tanz, wohin das Auge blickt.

20:01 Uhr: Die Musik bricht ab. WIR HABEN UNS DA FALSCH AUSGEDRÜCKT VERMUTLICH. ES IST HERRENTAG, DAS HEISST FÜR CLAIRE UND YASMIN: AB IN DIE HEIA. Claire stemmt die Arme in die Hüfte und auch Yasmin protestiert heftig. Doch es bringt alles nichts.

20:04 Uhr: Die Tür zum Frauenschlafzimmer knallt hinter Claire und Yasmin zu. Sam und Andy müssen alleine feiern und tun sich schwer damit.

21:45 Uhr: Der Alkohol macht’s möglich: Sam und Andy stehen Arm in Arm auf der Couch und besingen die Reeperbahn. Noch lange dauert die zwei-Mann-Herren-Party. Sam scheint seine Allergie einfach weggesoffen zu haben.

23:29 Uhr: Im Frauenschlafzimmer ist es mittlerweile zu einem handfesten Streit gekommen. "Er liebt mich", schluchzt Claire. "Claire, Du bist so grün hinter den Augen. Der liebt hier überhaupt niemanden. Und wenn, dann mich." – "Das ist nicht wahr, Du Schlampe", rotzt Claire.

23:29 Uhr: Zeitgleich tanzt das Streitobjekt auf Stuhl und Tisch zu "Highway to Hell". Auch Andy erweist sich in dieser Nacht als echter Party-Fuchs.

03:01 Uhr: Wohnzimmer: "Einen Schneeee- Schneeee- Schneeeee- Schneeeeee- Waaaaaalzer tansen wir, isch midd dia..."
Frauenschlafzimmer: "Du glaubst doch, die Welt dreht sich volle Kanne nur um Dich, Du Gewitterziege!!!" – "Du graue Maus, von Dir lass ich mir so was schon mal gar nicht......."

Worte der Bewohner

Andy (04:09): "Das Mädchen mit der Gitarre spielt ganz wunderbare Harmonien im Garten. Ich werde mich dazu zu bewegen wissen!"

Claire (17:35): "Bäh, mir hat jemand ganz viel Traubenzucker verabreicht. Das waren mindestens 20-30 dag. Hier kann man echt nicht schlafen, ohne das etwas Hirnrissiges passiert. Aber die Schweinchen.... uuuiiiiiiiiiiiii, sind die niedlich....

Sam (18:01): "Ganz im Ernst, ich brauche unbedingt Antiallergikum: Für die Augen bitte Allergodil. 6 ml reichen. Und dann bitte noch Loratadin. Das sind Tabletten. Das wird sonst echt so mies, dass ich's nicht durchhalte bis Pfingsten."

Yasmin (18:37): "Toll. Die Sau wirft und alles andere ist plötzlich egal. Wie sehr unser Umweltschutz-Gutmensch-und-Müsli-Wunder mitsamt eigenem Fötus doch aufdrehen kann... Naja, ich sag dazu gar nichts mehr. Am Sonntag bin ich die endlich los. So oder so."
dieser Tag
Tag zurück  |  Tag vor

In aller Herrgottsfrühe am Schweinegatter ...
. . . . . . . . . . . .
Andy, hassu Bier mittebracht!
Einfache Freude!

 

nach oben