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Tag 5

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Worte der Bewohner
Donnerstag, 10.4.2003

7:02 Uhr: Und wieder ist es Gudrun, die als erste Leben in den neuen Tag bringt. Ihr erster Gang führt sie zur Kaffeemaschine. Sie scheint diese Momente des Alleinseins sichtlich zu genießen, deutlich hörbar an ihrem Gesang: "Horch, was kommt von draußen rein..."

7:03 Uhr: Sam schleppt sich durchs Wohnzimmer - "...Hollahi..." - will zur Küche herein - "...Hollaho, wird wohl nicht..." Sam starrt die singende Gudrun an, "...gewesen sein, hollahihaho..." - Sam lächelt müde, betritt die Küche und begrüßt Gudrun: "Hollahihaho auch von mir, Guddi." Gudrun erschrickt ein wenig, verkippt ein bisschen Kaffeepulver und macht sich auf die Suche nach einem Lappen, nicht ohne Sam in die Augen zu sehen. "Sam, hier im Haus, da gibt's keinen Joachim und keine Guddi. Ich Gudrun - Du Sam." Beide lächeln, beide sind aber auch noch ein wenig verschlafen.
"Wie steht's, wie fühlste Dich hier?", Sam hat seinen Kaffeepott als Aufforderung für einen Löffel Kaffeepulver mehr zwischen Gudrun und die Maschine gestellt. Gudrun überlegt. "Hmmm, den ersten Tag fand ich schlimm. Mittlerweile hab ich mich dran gewöhnt. Ich hör keine Kameras mehr, die Leute..." sie hält kurz inne "die Leute sind nett."
"Komm, jetzt lass das mal mit dem Süßholz, wir zwei reden jetzt Klartext: Was hältst Du von der Yasmin?" Gudrun schaut ihn vielsagend an.
"Hab ich mir gedacht", sagt Sam. Gudrun gießt ihm Kaffee ein. "Und Du?", fragt sie. "Och..." schlürft Sam, "Yasmin halt." Beide lachen nach einer längeren Pause. Man scheint sich ohne große Worte verstanden zu haben.

8:45 Uhr: Andy gleitet lautlos in die Küche, in der Sam und Gudrun mittlerweile bei der vierten Tasse Kaffee sitzen. Andy setzt sich leise neben Gudrun. Plötzlich rückt er mit seinem Gesicht immer dichter an die verunsicherte Gudrun heran, legt seine linke Hand an ihre Schulter, die rechte Hand hinter ihren Kopf. Gudrun fiepst und schaut Sam flehend an.
Der steht langsam auf und versucht vorsichtig, Andy von Gudrun zu trennen. Seine Augen verraten es - es könnte gleich sehr hektisch werden in der Küche.
Andy aber schaut Gudrun nur tief in die Augen, sie wagt es nicht, den Blick zu erwidern. Sam bewegt sich äußerst vorsichtig, vielleicht zu langsam, er will jetzt keinen Fehler machen.
Andy hat drei Worte zu sagen. Deutlich spricht er sie einzeln aus, Gudrun ins Gesicht, rückt bei jedem Wort näher, zwischen den Worten lange Pausen: "MIR...........IST..............LANGWEILIG". Noch eine Sekunde bleibt alles in dieser seltsamen Anordnung: Andy (seine Hände um Gudruns Kopf herum), Gudrun (wie erstarrt vor Angst), Sam (direkt am Krisenherd, aber ratlos, was zu tun ist). Dann lässt Andy ruckartig los, steht auf und verlässt die Küche über das Wohnzimmer nach draußen.

8:48 Uhr: "Ich habe Angst vor dem", sagt Gudrun nach einer langen Phase des Schweigens, "Angst".
Sams Augen haben auch Angst: "Das hat... das war doch eigentlich nicht so... also ich meine, klar, ich fand das jetzt auch so'n bisschen seltsam... aber... das hat er doch... nich so... gemeint."

9:20 Uhr: Mittlerweile sind alle wach, es sieht nach Krisensitzung in der Küche aus. Sechs Bewohner sitzen um den Küchentisch herum und reden über den siebten Bewohner...

9:21 Uhr: ...welcher im Garten liegt. Bei geschätzten 5 Grad Celsius. Was hört man da? Andy singt. "Puppen weinen nicht"

10:23 Uhr: Die Krisensitzung scheint beendet. Man sprach sehr leise - nicht alles war zu hören. Wolfgang und Micha gehen in den Garten zu Andy - "Die beiden machen dat schon.", versucht Sam die Stimmung am Tisch zu heben.

10:50 Uhr: Im Garten sitzen nun Andy, Wolfgang und Micha beisammen. Man redet über Tiere. Andy erzählt, wie lieb er Enten hat.

11:33 Uhr: Wolfgang und Micha kommen wieder zurück in die Küche: "Also dem geht's eigentlich wieder ganz tutti", sagt Micha. "Ja, und Enten mag er ganz besonders", ergänzt Wolfgang.

Die Mittagszeit: Alles verläuft sehr friedlich. Bei mittlerweile höheren Temperaturen spielt sich dieser Donnerstag für die Bewohner hauptsächlich im Garten ab. Sam und Wolfgang spielen das Spiel "Wer erklimmt die Fahnenstange?", wobei sich Sam als deutlich geschickter erweist.
Gudrun strickt auf der Terasse, in eine Decke gehüllt. Ihr Tag scheint seit Andys Umarmung komplett im Eimer zu sein - schlechte Laune pur.
Yasmin trägt wieder ihren Bikini spazieren, liegt schließlich direkt neben der von Sam und Wolfgang umkämpften Fahnenstange.
"Bisschen kalt, ne?", fragt Wolfgang.
"Wieso?", Yasmin gibt bei diesem Lächeln alles.
Wolfgang deutet auf die sich deutlich abzeichnenden Pünktchen unter Yasmins Oberteil. "Nippelwetter", lacht er und rennt weg - Yasmin rennt ihm kreischend hinterher "Du Arsch, ey, du bist so scheiße, hihi".

16:46 Uhr: Im Wohnzimmer liegen Claire und Sam auf der Couch. Das Gesprächsthema heißt 'Yasmin'. Claire schmiegt nach einer Weile ihren Kopf an Sam heran. Dieser ist etwas unsicher, legt dann aber seine Hand auf ihren Bauch. "Was steht'n da auf deinem T-shirt?" - "FC St.Pauli", nuschelt Claire.
"Fußballfan?", fragt Sam. "Nee, wieso?", Claire schaut ihn mit großen Augen an...

19:05 Uhr: Andy hat gekocht, Micha hat ihm geholfen. Es gibt einen schönen Auflauf mit einer Veganer-Ecke für Claire. "Essen vom Psycho", grummelt Wolfgang, "morgen sind alle tot. Garantiert." Nur Micha scheint das gehört zu haben und beruhigt Wolfgang: "Keine Angst, ich hab aufgepasst. Der Auflauf ist eher transsexuell als psycho." Da muss dann auch Wolfgang grinsen.

23:44 Uhr: Der Abend neigt sich dem Ende. Wolfgang und Sam gingen sich größtenteils aus dem Weg, was für Gesprächsstoff bei den anderen Bewohnern sorgte. Die beiden, die für die Männer-Krise im Haus verantwortlich sein dürften, sagen dazu nichts. Claire hörte sich alles nur an und Yasmin spielte mit Micha Mühle. Sie hatte die Ohren aber sehr offen und verlor jedes Spiel.

Worte der Bewohner

Gudrun (12:02): "Also das hat ja hoffentlich jeder gesehen, was hier heute morgen los war. Ich schau mir das nicht mehr lange an. Andy ist meiner Meinung nach krank, man sollte ihm helfen. Aber warum sollen wir das hier im Haus machen? Da sollten Fachkräfte ran. Bin gespannt, was für einen Tick er morgen hat. Auf jeden Fall hat er mir den Tag versaut."

Sam (12:40): "Naja, hier dreht sich jetzt alles immer noch son bisschen um den Andy, ne? Das war heute morgen schon nich so in Ordnung, was er da mit der Gudrun gemacht hat. Obwohl - ick glaub, der meint das nich böse. Dem war langweilig, hat er ja gesagt... Naja, im Moment fühl ich mich hier auch sonst nicht mehr so prall. Hat verschiedene Gründe - aber hey, Euer Sam, der wird schon wieder!"

Andy (16:06): "Hmmmm, mein Tag? Also, ich hab mit dem Wolfgang geredet. Der mag Enten... hat er glaub ich gesagt... irgendwas war da mit Enten. Naja, war auch nicht so wichtig. Die Sonne scheint, ich geh mal noch ein bisschen raus spielen"

Yasmin (18:57): "Heute morgen hab ich wohl was voll Geiles verpasst. Der Psycho und die Omma... Neeeee, ey, ich fass es nich, hier geht's ab. Naja, und der Wolfgang... Der scheint hier noch so'n bisschen normal zu sein. Jedenfalls hatten wir heute voll den Spaß. Frech isser, aber dafür kein Psycho, keine Transe und auch keine tausend Jahre alt wie die Gudrun."

Micha (20:41): "Tja, ich hab eben mit dem Andy gekocht. Also ich hatte vor dem Einzug schon gedacht, dass ich hier der Durchgeknallte bin, aber da habt ihr ja noch nen viel Schlimmeren gefunden... Hihi... Der is abgefahren, der Typ. Was hat der mir vorhin erzählt? Er wäre ein Enten-Dresseur gewesen... Naja, glaub ich nich so ganz. Aber der muss auf jeden Fall drin bleiben. Ich piss mir hier echt in die Strapse bei dem Kerl."

Wolfgang (22:00): "So - heute mussten wir den Psycho mal so'n bissken an die Hand nehmen, die Micha und ich. Jungejungejunge, erzählt der einen Scheiß. Sonst war das ein geiler Tag im Garten.
Und Sam: Wer als erster oben anner Fahne is, der hat Vorfahrt bei den Gilrlies, weißte noch, ne? Morgen häng ich anner Fahne wie so'n Schimpanse...hahaha"

Claire (22:15): "Ach, das wird hier noch voll schön, glaube ich. So langsam hab ich meine Leute hier gefunden. Ich fühl mich sehr wohl im Moment [wird rot]. Naja, wie auch immer, ich hoffe, der Krieg is vorbei und dann möcht ich noch ganz lieb meine Mama grüßen, die hat nämlich heute Geburtstag."
dieser Tag
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Krisensitzung in der Küche
Gespräch im Garten: es geht um Enten
...und dann ab auf die Fahnenstange
die Claire und der Sam auf der Couch...
Heute kochen Andy und Micha!

 

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