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Tag 48

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Worte der Bewohner
Freitag, 23. Mai 2003

7.45 Uhr:
Sam, Claire und Yasmin werden gleichzeitig wach von dem Getöse im Haus. Es klingt und riecht mal wieder wie Bierzelt. Ungläubig starren sie sich an: gibt es hier Geister? Sam fasst sich ein Herz und geht in die Küche.

8.00 Uhr: Kreidebleich steht er in der Schlafzimmertür und stottert: „D-d-da sitzt Sepp!“ „Sprich doch nicht wie Andy!“ ermahnt ihn Claire, bevor ihr klar wird, was er gerade gesagt hat. „Das kann doch gar nicht sein, ich habe doch die Leiche gesehen, das Blut, und, und…“ „Glaub´ mir ruhig, die sitzen da in der Küche, frühstücken, feiern und so weiter, als wäre nichts gewesen!“

8.30 Uhr: Die drei haben sich wieder beruhigt und gehen gemeinsam in die Küche und da schallt es ihn schon entgegen: „Guten Morgen, setzt eich doch zu uns. Is g´nug do!“ Fröhlich prostet er ihnen mit dem Weißbierglas entgegen. “Tatsache” stammelt Claire und die drei setzen sich sichtlich schockiert. Sam findet als erstes die Fassung wieder: “Sepp, du warst doch gestern tod!” „Quatsch, wer denkstn, das I bin?!“ „Nein, ich hab´s doch deutlich gesehen, wie du da so erstochen lagst!“ „Ach des, des is a alter Trick von mir, wenn i Ausgang haben will. Des wor kei Blut, des wor a Ketchup. Da fällt a jeder drauf nei.“ „Ja, und warum?“ fragt jetzt eine wieder leicht erholte Claire. „Ja, woast, des is ja scho ganz nett hier drin, ober s friestück, da graust´s a Sau. I wollt halt Brezn und Weißwürscht. Und a ordentlichs Weißbier!“ Und tatsächlich ist der Tisch voller Köstlichkeiten von der anderen Seite des Mains. Und da liegen auch schon wieder die Messer! Auf den Schreck genehmigen sich alle erstmal einen ordentlichen Schluck von dem hefehaltigen Getränk.

10.15 Uhr: Inzwischen geht es schon ziemlich entspannt in der Küche zu. Sepp erzählt lustige Anekdoten und die anderen hören gebannt zu. Nur Claire muss mal kurz raus um sich zu übergeben.

11.30 Uhr: Die Kiste Weißbier ist leer, dafür sind die Bewohner inzwischen sehr ausgelassen. Inzwischen haben sie sich in den Garten verzogen und machen eine große Polonaise durch das Gelände.

14 Uhr: Die Bewohner schlafen bunt verteilt auf dem Rasen ihren unerwarteten Rausch aus.

15.30 Uhr: Claire erlangt wieder das Bewusstsein und weckt Sam, der neben ihr liegt: „Du, Schatz, wir müssen miteinander reden, es wird ernst!“ Mit einem dröhnen im Kopf antwortet er: „Ja ja Claire, gleich, lass mir noch einen Moment Zeit!“ „Lass uns doch ins Schlafzimmer gehen, da haben wir ein bisschen Ruhe zum Sprechen!“ Als die beiden aufstehen wollen, fallen sie auch gleich wieder auf ihre Hinterteile. Als sie an sich entlang schauen, sehen sie, dass ihre Schuhbänder miteinander verknotet sind. Wütend schreit Sam: „Das war doch wieder dieser Bayerndepp!“ Von hinten hört man leise ein erdiges Lachen.

17 Uhr: Alle sind wieder wach und sitzen im Wohnzimmer auf dem Boden um ihre Aufgabe. Das Märchen hat inzwischen schon eine gewisse Länge, doch es zeichnet sich ab, dass die Vokale knapp werden und die üblichen Problembuchstaben X und Y übrig bleiben. Auf einmal zeigt Andy, der den ganzen Tag schon recht still war, der eigentlich, seid dem Sam da ist kaum mehr was sagt, auf eben diese Haufen: „W-w-warum schreibt ihr n-n-nicht über d-d-die Hexe Yasmin!“ Sam und Claire sind begeistert über die Idee, aber Yasmin springt angesäuert auf: „Weil ich keine Hexe bin, darum!“ Doch darum schert sich Sepp nicht weiter: „Und wenn´s ihr nur die Hex Yasmin schreibts, könnt ihr eich no a e sparn!“ Beleidigt zieht sich Yasmin zurück.

18.15 Uhr: Während die anderen weiter am Puzzeln sind, schleicht sich Sepp von hinten an Yasmin auf dem Sofa ran: „Do, mogst an Schnupfler?“ Yasmin erschrickt: „Was?“ „Ja, obst an Schnupfler mogst!“ „Hä?“ „Ja, bist bled? An Schnupftabak- hob i mit rein g´schmuggelt!“ Yasmin geht in den Angriff über: „Geh bloß weg mit dem ekligen Zeug. Und übrigens: wenn du noch einmal meine Sachen durchkramst, kratze ich dir die Augen aus, und das ist dann kein Ketchup!“ „Wos hett i denn machen solln, wo doch kei messer do woar! Ober eins muß i sagen, a scharfe Wäsch hast ja scho!“ “Gute Nacht, Sepp!“ sagt sie streng und geht.

22.30 Uhr: Sam und Claire ziehen sich jetzt auch aus dem Wohnzimmer zurück und lassen Andy und Sepp vor dem Fernseher alleine sitzen. Sie haben sich ja immer noch nicht unterhalten…

23.05 Uhr: Nach dem Waschen wollen sie sich hinlegen und sich endlich ernsthaft zusammen Gedanken über die Zukunft machen. Als sich Sam als erstes ins Bett legt, bricht dieses sofort zusammen- mal wieder ist das Bein angesägt. Ein wütendes: „Seeeep, morgen schmeiß ich dich hier raus!“ schallt durch die Nacht.

Worte der Bewohner

Aufgrund eines Kurzschlusses konnten die Statements aus dem Sprechzimmer leider nicht aufgenommen werden.

Mit der Bitte um Nachsicht

Die Regie
dieser Tag
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ja, is das der Sepp?!?
Tatsache! Das isser!
Und jetzt ne Polonaise...
Danach ist erstmal Ausnüchtern angesagt.

 

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