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Tag 47

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Worte der Bewohner
Donnerstag, 22.5.2003

8:33 Uhr: Ganz langsam geht die Schlafzimmertür auf, und Claire schleicht sich auf Zehenspitzen in Richtung Badezimmer. In der Küche trifft sie auf Andy beim Frühstücken. "Guten Morgen", sagt Andy ganz freundlich. "Guten Morgen Andy", sagt Claire erfreut und sieht auch gleich sehr viel entspannter aus. "Wo hast du denn den Sepp gelassen? Und wie hast du den denn eigentlich aus der Küche rausgekriegt?" "Ach Claire, der Sepp wollte Gestern Nacht unbedingt noch mit den Messern spielen. Und dann hat der im Garten geschlafen. Er hat verloren und musste deswegen die beleidigte Leberwurst spielen. War schon immer ein schlechter Verlierer, der Sepp."

8:42 Uhr: Claire geht ins Bad, nimmt sich auf dem Rückweg einen Becher Kaffee und fragt Andy, ob der Sepp denn gar nicht frühstücken will. "Keine Ahnung, frag du ihn doch. Der liegt doch mitten auf dem Rasen." Also geht Claire ganz vorsichtig in Richtung Garten.

8:55 Uhr: Sam und Yasmin erwachen in getrennten Betten von einem lauten Schreien und stürmen nur halb angezogen in den Garten. Dort steht Claire und kreischt wie eine hysterische Sirene. Vor ihr liegt Sepp. In Sepp stecken alle Messer des Hauses. Sepp ist bleich und blutüberströmt. Andy kommt auch in den Garten. "Was hast du denn Claire? Wir haben doch nur gespielt."

9:03 Uhr: Yasmin bricht zusammen, und Claire und Sam tragen sie auf die Wohnzimmercouch. Dort legen sie ihr Eis auf die Stirn. Plötzlich kommen vier Herren in weiß durch das Sprechzimmer in die Wohnung. "Endlich befreit ihr uns von dem Irren", klagt Yasmin. Die Herren sagen gar nichts, gehen in den Garten, packen den Toten und tragen ihn ins Sprechzimmer. "Ey, das könnt ihr nicht machen", ruft Claire hinterher… und tatsächlich: einer der vier kommt zurück, legt einen Satz neuer Messer auf den Wohnzimmertisch und verschwindet wieder. Die Stimmung im Wohnzimmer ist im Eimer und Andy streichelt das Schwein.

Die Bewohner singen!
Die Liebe
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11:44 Uhr: ALSO LEUTE, DIE GUTE NACHRICHT: DEN EINEN IRREN SEID IHR LOS. SEPP IST TOT. DIE SCHLECHTE NACHRICHT: DIE POLIZEI HAT SICH MIT DER PSYCHIATRIE ABGESPROCHEN, UND GEMEINSAM IST DENEN ALS EINZIGE LÖSUNG EINGEFALLEN, DASS SICH ZUR ZEIT NIEMAND BESSER UM ANDY KÜMMERN KANN ALS IHR DREI. ZU EUCH HAT ER VERTRAUEN, UND WENN ER MIT EUCH ZUSAMMEN EINGESPERRT BLEIBT IST DAS RISIKO FÜR ALLE BETEILIGTEN ANGEBLICH AM GERINGSTEN. UND BITTE LIEBE BEWOHNER, MACHT NICHT DIE REGIE DAFÜR VERANTWORTLICH – WIR HABEN DA ECHT NICHTS MIT ZU TUN.

15:32 Uhr: Claire, Sam und Yasmin sitzen untätig über den Scrabble-Buchstaben. Sie sind total fertig mit den Nerven als Andy aus dem Garten kommt und fragt, wo der Sepp denn eigentlich abgeblieben ist. Claire schaltet blitzschnell: "Der ist tatsächlich eingeschnappt und will nie wieder mit dir spielen. Deswegen ist der nach Hause – zu seiner Mama." "Da steckt doch wieder die Regie dahinter", knurrt Andy. "Nein Andy, wirklich nicht", sagt Yasmin. "Seid ihr Schweine jetzt etwa alle zu denen übergelaufen!?!" Sam greift schnell nach den neuen Messern, um sie vor Andy in Sicherheit zu bringen, aber so gelingt es niemandem, Andy davon abzuhalten, die gesamten Buchstaben vom Tisch zu fegen. Die ganze Arbeit der ersten vier Tage ist dahin.

15:41 Uhr: Sam muss zwischen die Furien und den hilflosen Irren gehen. Andy schickt er in den Garten und verschließt die Terrassentür hinter ihm. "Jetzt macht euch mal locker. Ansonsten sterben heute noch mehr Leute in diesem Haus. Wir müssen uns irgendwas für die Messer überlegen und auch wir dürfen keinen Unfug mit denen anstellen." "Mach du dich mal locker und gib mir die Messer", sagt Yasmin bestimmt. "Von mir aus", sagt Sam und gibt sie ihr. Claire guckt noch etwas verdattert, da kommt Yasmin mit ihrem Make-Up-Köfferchen aus dem Badezimmer zurück, schüttet es vollständig auf dem ohnehin leeren Tisch aus, verschließt die Messer darin und gibt Sam das kleine Schlüsselchen. "Und wer hilft mir jetzt, meine Sachen in den Badezimmerschrank einzuräumen?" Yasmin ringt sich ein Lächeln ab, und Sam geht das Köfferchen verstecken.

21:57 Uhr: Nachdem Claire Yasmin geholfen hat, machten sich die drei wieder über die Buchstaben her. Weil sie sich an ziemlich viel noch erinnern können kommen sie ziemlich schnell voran.

23:00 Uhr: Auch wenn die Gänge ins Bad an diesem Abend unkomplizierter verlaufen versperrt Sam das Schlafzimmer hinter sich und den beiden Frauen mit der Stuhllehne. Dabei haben sie ganz vergessen, Andy wieder rein zu lassen.

Worte der Bewohner

ANDY (9:31 Uhr): „Wir haben doch nur mit den Messern gespielt.“

SAM (10.26 Uhr): „Hier muss doch irgendwo eine Tür sein. Irgendwo muss hier eine Tür sein. Na ja, dann halt nicht. Trotzdem finde ich das echt unverantwortlich von euch, dass ihr den Andy aus der Psychiatrie hier rein geholt habt.“

CLAIRE (12:18 Uhr): „Wir sind doch keine Therapeuten! Wie stellt ihr euch das eigentlich vor. Meint ihr etwa, es sehen jetzt mehr Menschen zu, weil wir mit einem Mörder eingesperrt sind? Wenn ich dahinter komme, dass ihr euch hinter den Kameras eure Hände reibt, dann ist euer Projekt ganz schnell erledigt. Ich warne euch nur dieses eine Mal.“

YASMIN (17:52 Uhr): „Wer überleben will, muss eben Opfer bringen."
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Andy ... beim Frühstück erwischt
Vom Schrei geweckt
Das war wohl zuviel für die Yasmin.
Andy knurrt.
Bloß weg mit den Messern!

 

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