Bewohner   Regeln   Haus  
 
Im Haus...
Kalender
  Einzug
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
29303132333435
36373839404142
43444546474849
50515253545556
57585960616263

Tag 44

Tag zurück  |  Tag vor
Worte der Bewohner
Montag, 19. Mai 2003

9.15 Uhr:
Die Mitbewohner sitzen schweigend in der Küche. Yasmin hat keinen Apettit, weil sie keine Zigaretten mehr hat. Andy kommt mit der Situation besser zurecht, weil er heute Nichtraucher ist, dafür haut er aber rein für zwei.

9.45 Uhr: In der Küche will so recht kein Gespräch entstehen. In die Stille seufzt Claire: "Wisst ihr was, mir fehlt die Micha. Irgendwie war sie doch immer ganz locker drauf." Die anderen nicken und Andy wiederholt monoton: "M-m-micha." Sam jammert auch: "Irgendwie sind vier Bewohner in diesem riesigen Container echt wenig. Und cool war sie ja schon, die Micha." "V-v-vier." Gerade als Yasmin zu einem Monolog ansetzen will, wie interessant und wertvoll ihr die Erfahrung mit Micha ist, ertönt ein Geräusch. Es klingt wie Türglocke.

10.00 Uhr: Verwundert registrieren die Mitbewohner diesen ungewohnten Klang, bis Claire herausbricht: "Hey, das war ne Türglocke." "Quatsch, so was ham wir hier nicht. Hier gehen immer nur Leute raus und niemals rein", meint Yasmin als es jetzt noch zu klopfen beginnt. Neugierig laufen alle zu Tür. Mit einem Schwung öffnete Sam und sie sehen einen älteren Herren mit Lederhosen: "Grüß Gott, I bin der Sepp." Sofort stürzt sich Andy auf ihn und die beiden beginnen wie aus dem Nichts sich zu prügeln. Vollkommen perplex starren die restlichen drei auf das sich keilende Pärchen, bis Sam sich ein Herz nimmt und die beiden trennen möchte, doch dabei fängt er sich auch nur eine saftige Watschen ein. Wütend rennt er in die Küche, füllt einen Topf mit kaltem Wasser und schüttet ihn über die beiden: "Jetzt ist aber genug hier!" "Danke, des hob I braucht" tönt es ihm volkstümlich entgegen. Stolz baut sich Andy auf: "D-d-darf ich euch vorstellen: mein bester Freund Sepp!" Doch da hat er sich schon wieder eine gefangen und das Ganze geht von vorne los.

10.30 Uhr: Währenddessen sich die beiden im Wohnzimmer weiter vergnügen, haben sich die anderen in der Küche zurückgezogen. Mit hochrotem Kopf schimpft Sam: "Das kann ja heiter werden, da haben wir endlich die Regie zur Vernunft gebracht, und dann kommt dieser Bazichaot."

12 Uhr: Die anderen machen sich gerade Nudeln mit Pesto, als Sam und Andy in der Tür erscheinen. "So, das san also deine Mitbewohner, Ondreas?" fragt Sepp. Aufgeregt stellt Andy sie vor: "Ja, d-d-das ist die Freundin von dem Bärtigen und das ist…""A saubere Krankenschwester hast do!" ruft Sepp begeistert aus und gibt Yasmin einen deftigen Klapps auf dem Po. Die will ihm eigentlich empört eine Ohrfeige geben, doch spontan kontert der Neue: "Mogst a Fluppe, Puppe?" Yasmins Ärger ist sofort verflogen. Gierig greift sie nach den Klimmstängeln, doch Sepp zieht sie in letzter Sekunde weg: "I geb dir oane, wann´st ma a Busserl gibst". Er grinst dabei recht frech. Nach keiner Sekunde Überlegen gibt sie ihm angewidert einen Kuss auf die Backe. Claire ist außer sich vor so viel gezeigten weiblichen Selbstbewusstsein: "Yasmin, für Zigaretten machst du wohl alles!" Doch das ist Yasmin egal, sie greift in die Schachtel: "Du Arschloch, dass sind ja Kaugummikippen!" Jetzt gibt es für Sepp und Andy kein halten mehr- sie lachen sich kaputt. Wütend schlägt Yasmin die Tür von außen zu.

12.20 Uhr: Die beiden haben sich endlich wieder beruhigt. "So, und wos ist jetzt mit´m Manschare?" Claire und Sam tischen den beiden auf, die sich zottenreich über ihre gemeinsamen Jahre in der Psychiatrie unterhalten. Dabei bemerken Sam und Claire nicht, wie Sepp den Salzstreuer manipuliert. "So, jetzt setzt eich amol zu uns- habt doch bestimmt a an Hunger!" Zögerlich setzen sich die beiden an den Tisch. Als Claire ihr Essen nachsalzen möchte, kommt es natürlich, wie es kommen muß: der ganze Salzstreuer ergießt sich über ihrem Teller. Claire versucht cool zu bleiben: "Haha, sehr lustig ihr beiden. Mit Essen spielt man nicht, dass müssten sie sogar euch beigebracht haben!" "Sei net bös, i hab ma nur gedacht, dass a bisserl Salz deinem Leben a bisserl a Würze geben könnt, bei dem Kerl do." Jetzt ist Claire wirklich sauer: "Lasst bloß meinen Sam in Frieden - der hat soviel Pfeffer, da könntet ihr euch ruhig eine Scheibe abschneiden." "A na, lass mal, der kratzt ja!" Sepp und Andy liegen jetzt vor Lachen schon unter dem Tisch als Claire und Sam beleidigt den Raum verlassen.

14.30 Uhr: Yasmin, Claire und Sam sitzen genervt im Wohnzimmer während die Jungs im Garten auf dem Schwein reiten. Da meldet sich die Stimme verständnisvoll aus dem Off: NA GANZ SCHÖN STRESSIG MIT DEM NEUEN - ABER WAS SOLLTEN WIR MACHEN; WIR MUSSTEN JA EURE WÜNSCHE ERFÜLLEN. WIR HÄTTEN IHN JA AUCH NICHT REINGEHOLT, BEI DEM FÜHRUNGSZEUGNIS. ABER KEINE ANGST, BISHER WAR ER NOCH NIE GEWALTTÄTIG. "Na, dann ist ja gut." Murmelt Sam erbittert.
DAFÜR HABEN WIR UNS EINE SCHÖNE WOCHENAUFGABE FÜR EUCH AUSGEDACHT. IM SPRECHZIMMER FINDET IHR EIN SCRABBLESPIEL- SCHREIBT UNS AUS SO VIELEN BUCHSTABEN WIE MÖGLICH EIN SCHÖNES MÄRCHEN, WENN WENIGER ALS FÜNF ÜBRIGBLEIBEN, DÜRFT IHR EUCH WIEDER ALLE WAS WÜNSCHEN. "Oh nein, bitte, bitte keine Wünsche mehr!" fleht Claire, doch die Stimme reagiert nicht mehr. Stattdessen sitzt eine verwirrte Yasmin auf dem Sofa: "Sagt mal, habt ihr die Aufgabe verstanden?"

18.05 Uhr: Die drei sitzen vor einem Buchstabensalat am Wohnzimmerboden, als Andy und Sepp mit Töpfen und Kochlöffeln trommelnd durchs Wohnzimmer laufen: "Wir hom euch jetzt a fesche Brotzeit gmacht, dass ihr uns nimmer bös seid net." Vorsichtig nähern sich die drei dem Angebot und tatsächlich ist der Küchentisch festlich gedeckt. Sie nehmen Platz, als plötzlich Sams Stuhl nach hinten kippt und er voll auf den Boden fliegt. Claire springt zu ihrem Schatz: "Seid ihr wahnsinnig, das ist Körperverletzung, ihr könnt doch nicht das Mobiliar zersägen!" "Naaa, Madam, das war´n wir net." Und tatsächlich sehen die beiden vollkommen unschuldig aus. Aber nur einen kurzen Moment, bis sie anfangen laut los zuprusten.

21.30 Uhr: Sam, Claire und Yasmin sitzen vor dem Buchstabenpuzzle. Bisher haben sie sich immerhin schon auf den Anfang geeinigt: "Es war einmal vor langer, langer Zeit, als…"

22.05 Uhr: In der Küche ist ein Höllenspektakel. Es klingt wie im Bierzelt, aber keiner will nachschauen. Da fragt Yasmin Sam und Claire: "Sagt mal, ich weiß, dass wir uns nicht immer gut verstanden haben, aber darf ich heute Nacht bei euch im Zimmer schlafen?"

Worte der Bewohner

Yasmin, 9.30 Uhr: Ach menno, immer noch keine neuen Vorräte. Macht mal hinne, ihr Leute von der Regie- es gibt hier jetzt scheinbar zwei Raucher, wenigstens manchmal, die versorgt werden müssen.

Claire, 12.45 Uhr: Dieser Sepp ist ja echt ein Hammer. Da wirkt unser guter, alter Andy ja wie ein Waisenknabe. Wie lang wollt ihr den denn bei uns lassen? Mal was anderes: könnt ihr mir einen B- Test besorgen. Langsam wird´s echt brenzlig. Ich will ja die Pferde nicht scheu machen, aber ich mach´ mir Sorgen.

Sam, 19 Uhr: Meine Fresse, nerven die zwei. Ich hoffe, ihr plant nicht dieses Duo lange in der freien Wildbahn zusammen zu lassen!

Andy und Sepp, 23.35 Uhr: Frau Meier, Frau Meier hat rote Unterhosen an, hat rote Unterhosen an.
dieser Tag
Tag zurück  |  Tag vor

Anschweigen am Frühstückstisch
I bin der Sepp...
... eins zwei Klopperei
Die kriegen sich nicht mehr ein!
Die ominösen Drei

 

nach oben