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Tag 41

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Worte der Bewohner
Freitag, 16. Mai 2003

6.30 Uhr:
Totenstille im Haus.

8.30 Uhr: Es immer noch ganz ruhig, doch wenn man ganz genau hinhört, kann man leise Musik wahrnehmen. Düstere Musik, die so langsam lauter wird, unangenehm lauter. Claire wird wach: "Ich habe zwar ein Piepsen im Ohr, aber das müsste doch Cure sein. Genau, das ist die Pornography. Harter Tobak, aber auf jeden Fall besser als gestern." Total fertig legt ihr Sam den Finger auf den Mund: "Psst, just say it in english." Sie clairt ihn darüber auf, dass sie heute im Schlafzimmer wieder Deutsch reden dürfen. Doch Sam will überhaupt nicht reden: "Ich fühle mich so verkatert, bitte sei still."

9.15 Uhr: Mit grabesdüsterer Stimme meldet sich auch wieder die Regie: OKAY FOLKS, THIS IS THE EXCERSISE FOR TODAY: JUMP ROPE! THE STUFF IS IN THE GARDEN AND NOW PROCEED! Yasmin stellt ganz richtig fest: "They shining bad – was heißt denn gelaunt- today!" "And- is this anything new?” erwidert Micha.

9.30 Uhr: Die Mitbewohner haben sich im Garten versammelt und erkennen am Spielgerät, was ihre heutige Übung ist: Seilspringen. Sie stellen sich hin und warten auf weitere Anweisungen, doch da kommt nichts, außer dass die CD wieder von vorne beginnt. Frech fragt Yasmin: "Ja, und jetzt?" HMM, JUST JUMP A 100 TIMES. Die Mitbewohner stöhnen, sind aber noch viel zu apathisch, um die Menge der geforderten Sprünge groß zu kritisieren.

10.15 Uhr: Als letzte hat Yasmin die hundert voll, während Andy mal wieder autistisch weiter hopst. Erwartungsvoll stehen die Mitbewohner da und warten.

10.30 Uhr: Sie warten immer noch. WHAT´S UP WITH YOU? tönt es müde von der Regie, der das Verhalten komisch vorkommt. Yasmin schimpft los: "Wir haben jetzt euren scheiß Sport gemacht und haben jetzt Hunger- wo bleibt das Essen?!" UUPS, WE´RE SORRY, WE HAVE FORGOTTEN TO BUY SOMETHING TO EAT FOR YOU. WE ARE REALLY SORRY, BUT THERE´S NOTHING TO EAT FOR YOU TODAY, BUT THERE´S STILL SOME MEAT IN THE FRIDGE! Jetzt wird Claire aber richtig sauer: "Okay, jetzt reicht´s - Leute, Lagebesprechung!"

10.45 Uhr: Alle haben das Bedürfnis, über diese Vorgänge zu sprechen und versammeln sich konspirativ beim Schweinegatter. Andy hat zwar nicht wirklich Interesse daran, kommt aber mit, als er sieht, dass sie zu Babe gehen.

11.00 Uhr: Sie stehen im Kreis und tuscheln. Selbst dem Richtmikrophon fällt es schwer der Diskussion zu folgen, deswegen verstehen wir nur einige unzusammenhängende Wörter: "Genug- Tinnitus- Metal- Krank- Hunger- unmenschlich" und so weiter.

11.50 Uhr: Die Bewohner gehen gemeinsam ins Sprechzimmer, Andy wird mitgezogen. Gemeinsam baut man sich vor dem Mikrophon auf: "Wir gehen jetzt! Ciao." Während die Mitbewohner in ihre Zimmer gegangen sind, um ihre Habseligkeiten zu packen, realisiert die Regie, dass sie es wirklich ernst meinen: HEY, WHAT ARE YOU DOING THERE- YOU CAN´T DO THIS- THERE´S NO ESCAPE FOR YOU FROM HERE! Die anderen ignorieren die Stimme, nur Claire geht darauf ein: "Das werden wir ja sehen, ob es von hier wirklich kein Entkommen gibt!" BETTER SAY IT IN ENGLISH, DON´T FORGET YOUR CHALLENGE OF THE WEEK! "Sagt mal, kapiert ihr nicht, es wird keine Wochenaufgabe mehr geben - die Sache ist gelaufen." So langsam kapiert sogar die dümmste Regie, dass sie es ernst meinen.

12.00 Uhr: Die Bewohner sammeln sich mit gepackten Koffern im Wohnzimmer. Ist das das Ende vom Container? So langsam bekommt die Regie Panik: HEY, DAS KÖNNT IHR NICHT MACHEN: WAS SOLLEN DENN EURE FREUNDE DENKEN, WENN IHR AUFGEBT? Micha lacht höhnisch: "Habt ihr nicht behauptet, dass wir gar keine Freunde haben!" So läuft´s also nicht: ABER DENKT DOCH AN UNSERE FAMILIEN- IHR MACHT UNS ALLE ARBEITSLOS- IHR HABT DOCH VERANTWORTUNG! Jetzt kontert Claire: "Und, was ist mit eurer Verantwortung uns gegenüber? Kümmert euch unser Quietschen im Ohr? Oder dass wir Bauchweh vor Hunger haben?" Sam geht zur Tür und nimmt Claire an der Hand: "So, genug geredet, wir sind jetzt weg. Tschüssikowski!!" Doch die Tür ist versperrt und Claire flippt aus: "Das ist Kidnapping. Macht sofort das Scheißding auf!" NÖÖ. "Das ist eine Straftat, wenn die Leute das sehen, wandert ihr aber ruckzuck in den Bau." UND WER SAGT EUCH, DASS DIE LEUTE DAS SEHEN? Das war ein Fehler, Sam greift sich mit Micha den Tisch und versucht die Haustür einzurammen, doch die Tür gibt keinen Deut nach. Da meldet sich Andy: "Ich w-w-weiß, wie wie wir hier rauskommen. Da-das habe ich schon oft gemacht!"

12.30 Uhr: SEID DOCH VERNÜNFTIG- WIR KÖNNEN DOCH DRÜBER REDEN! "Was sollen wir mit euch noch reden?" WIR KÖNNTEN UNS DOCH ÄNDERN! "Bla bla bla!" NEIN, WIRKLICH, DIESMAL IST ES UNS ERNST! "Wer´s glaubt, wird selig!" ACH KOMMT- GEBT UNS NOCH EINE CHANCE- JEDER DARF UNS EINEN WUNSCH NENNEN- UND WIR VERSPRECHEN, DAS WIR IHN ERFÜLLEN WERDEN- EHRENWORT!

13.00 Uhr: Die Mitbewohner beraten sich wieder leise beim Schweinegatter.

13.35 Uhr: Sie bauen sich zusammen im Wohnzimmer auf. Claire ist die Wortführerin: "Wir geben euch noch eine Chance. Wir bleiben, aber jeder darf sich was wünschen und ihr müsst das dann erfüllen - wenn nicht, wisst ihr ja Bescheid!" ALLES KLAR- FANGT AN.
Claire:" Ich wünsche mir, dass ihr uns mit Respekt behandelt, dass heißt: Keine Beleidigungen mehr, keine laute Musik mehr und den ganzen menschenfeindlichen Kram, den ihr immer so bringt!" JA- WIR WERDEN UNS BESSERN. Sam: "Und es muss in Zukunft genug zu Essen da sein, also so eine gewisse Auswahl, ganz egal, ob wir die Wochenaufgabe gewinnen oder nicht!" OK. Micha: "Hey, aber nicht nur Essen, auch beim Prosecco darf´s keinen Mangel mehr geben!" JA. Yasmin: "Ich wünsche mir endlich neue Anziehsachen, genug Zigaretten und dass wir die blöde Wochenaufgabe gewonnen haben!" HEY- DAS WAR MEHR ALS EIN WUNSCH! Claire zischt böse: "Vorsicht!" SCHON GUT- WIRD GEMACHT. UND DU ANDY? Andy: "Ich wünsch´ mir, dass mein Kumpel Sepp aus Werneck zu uns zieht!" Alle schauen ihn verwundert an. "Na, da-da-das ist mein bester Kumpel aus der Psychiatrie!" Die anderen fangen sofort an, auf ihn einzureden: "Nee, das geht doch nicht, hier kann doch keiner dazu ziehen!" Doch die Regie hat sofort Feuer gefangen: WUNSCH IST WUNSCH- WIR TREIBEN DEINEN KUMPEL AUF! GEBT UNS EINE STUNDE ZEIT, DANN ERFÜLLEN WIR SCHON MAL DIE ERSTEN WÜNSCHE!

15.00 Uhr: Gespannt sitzen die Mitbewohner auf den gepackten Koffern im Wohnzimmer, bis die Stimme aus dem Off sich mit flötender Stimme meldet: SEHR GEEHRTE BEWOHNER. ES IST ANGERICHTET - SEID DOCH SO LIEB UND GEHT IN DAS SPRECHZIMMER. Die fünf stürzen sofort in den Raum und tatsächlich ist er über und über voll mit Lebensmitteln, Sekt und Zigaretten. Als Draufgabe steht noch eine Gitarre in der Ecke. SO IHR LIEBEN- JETZT FEIERT MAL SCHÖN. WIR HABEN NOCH EINE GITARRE DAZU GEPACKT, ZUFÄLLIG WISSEN WIR, DASS SAM GUT UND GERNE GITARRE SPIELT! Alle sind begeistert. Nur Andy motzt: "U-u-und was is mit mir?" TUT UNS LEID, ANDY- DU MUSST NOCH EIN BISSCHEN WARTEN!

21.00 Uhr: Lauthals singen die Bewohner "No Woman, No Cry", begleitet von Sam auf der Gitarre. Es ist ein schönes Fest und Micha kann vom Prosecco nicht ablassen. SCHÖN- MIT DIESEM LIED AUF ENGLISCH HABEN WIR BESCHLOSSEN, DASS IHR DIE WOCHENAUFGABE BESTANDEN HABT. Alle jubeln!

Worte der Bewohner

Alle, 11.05 Uhr: Wir gehen jetzt! Ciao

Andy, 13.00 Uhr: Ich soll "nichts" sagen!
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Pärchen No. I
... und Pärchen No. II
Pläne schmieden...
Unsere Bewohner sitzen doch tatsächlich alle auf gepackten Koffern !!!
Am Ende des Tages darf gejubelt werden.

 

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