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Tag 26

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Worte der Bewohner
Donnerstag, 1.5.2003

9:11 Uhr: Frühstück. "Wo ist eigentlich Andy", fragt Sam und sieht Wolfgang fragend an. "Der kam irgendwann gestern am späten Abend wieder und hat sich mit seinen schlammverschmierten Klamotten einfach aufs Bett fallen lassen. Als ich aufgewacht bin war er aber schon wieder weg." "Na dann guckt mal nach draußen", fällt Yasmin den beiden ins Wort. Und tatsächlich. Andy steht inmitten der Schlammpfütze, schwenkt eine überdimensionale rote Fahne und singt: "Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre, nehmt die Gewehre zur Hand!"

12:55 Uhr: Während Andy im Garten immer noch mit dem Singen von Arbeiterkampfliedern und dem Schwenken der roten Fahne beschäftigt ist, versuchen die anderen die Frage zu lösen. "Da bleibt uns ja wohl nichts mehr anderes übrig als einen Joker zu nehmen", sagt Sam. "Au ja, au ja, lasst mich den Ralph Siegel anrufen." Micha hat vor lauter Vorfreude schon rote Bäckchen bekommen. "Das war mir irgendwie klar, und du glaubst, dass der Schlagerfuzzi das weiß?" Wolfgang sieht Micha skeptisch an. "Naja, so blöd ist der gar nicht, also als ich damals in München mit Ralphi...." Doch Yasmin kommt leider nicht mehr dazu eine weitere pikante Anekdote aus ihrem Berufsleben auszuplaudern, denn plötzlich ruft Claire in die Runde: "Wir Idioten!" "Aäh, wer jetzt genau von uns", erkundigt sich Wolfgang vorsichtig. "Na wir alle! Der Andy scheint heute doch Experte für so was zu sein." Und schon ist Claire im Garten verschwunden.

13:12 Uhr: Einfach scheint es nicht zu werden. Andy sträubt sich. "Ich werde niemals mit der Bourgeoisie kooperieren!" "Das sollst Du doch auch gar nicht, Andy. Im Gegenteil, du sollst das Andenken der Klassenkämpfer wieder in Erinnerung bringen." "Ach so? Na dann!" Und schon sitzt Andy wieder bei den anderen im Wohnzimmer.

Die Bewohner singen!
Die Liebe
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13:55 Uhr: "So Andy, dann erzähle uns doch mal wer Wilhelm Florin war.", sagt Yasmin mit sanfter Stimme. Andys Augen beginnen zu leuchten. "Wilhelm Florin war politischer Sekretär der Bezirksorganisation der KPD des Ruhrgebietes. Er hat damals 1929 den Widerstand der Metallarbeiter gegen die Aussperrung mitorganisiert, wisst ihr das denn nicht?" "Öh doch, natürlich", sagt Sam nicht gerade überzeugend. "Aber würde es Dir denn etwas ausmachen, genau das noch mal der Regie im Sprechzimmer zu sagen?" "Nein, gar nicht." Andy steht auf und verschwindet singend im Sprechzimmer:
"Durchs Rheinland zieht es brausend-
sie haben zweihunderttausend
aus den Fabriken gezerrt.
Wir stehen hier und darben;
es blühn die IG Farben-
Vater ist ausgesperrt."

15:59 Uhr: Während sich Andy wieder in den Garten verzogen hat - sein Gesangsrepertoire scheint unerschöpflich – wird im Wohnzimmer abermals gespielt. Claire und Sam schauen sich verliebt an, Yasmin und Micha tauschen Anzüglichkeiten aus und Wolfgang scheint sich nicht sonderlich daran zu stören. Die Stimmung untereinander ist wirklich sehr harmonisch. Trotz des Spieles, das schon so manche wirkliche Freundschaft auf dem Gewissen hat: Risiko. Und, kaum überraschend, auch auf dem Gebiet des expansorischen Imperialismus schlägt sich Claire ganz hervorragend.


20:11 Uhr: "WIR HABEN EUCH DIESMAL WIRKLICH UNTERSCHÄTZT, NUN JA, WAR WOHL EHER EIN ZUFALLSTREFFER. DANN NEHMT DIES:
VIEL SPASS!" "Ihr mich auch, Arschlöcher", sagt Wolfgang absichtlich leise. "WIE BITTE?" "Nichts...." "Egal- hier ist eure Frage, diesmal könnt ihr sie nur in Teamarbeit lösen. Wer sind Florian, Paul und Paula? a) drei Heilig, b) die drei Fragezeichen, c) die Kinder eines Bewohners oder d) ein bekannter Film aus dem ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden?"

20:30 Uhr: Irritiert diskutieren die Bewohner die Frage: "Hä, was soll das denn für eine Frage sein? Das kann ja alles sein." meint Yasmin: "Da wird wohl diesmal leider ein Joker dran glauben müssen." Wolfgang: "Ich glaube es ist b), aber ist auch egal, mich nervt diese bekloppte Fragerei total!" Sagt´s und geht in die Küche zum Bier trinken. "Was ist denn mit dem schon wieder?" fragt Sam: "Aber was soll´s, Andy wird morgen schon die richtige Persönlichkeit für diese Frage annehmen..."

22:55 Uhr: Im Hause ist es inzwischen schon still, nur im Garten versucht Andy dem Wolfgang noch ein bisschen Arbeiterliedgut näher zu bringen; gemeinsam singen sie lauthals: "Und weil der Prolet ein Prolet ist, drum kann er sich nur selbst befreien- es kann die Befreiung der Arbeiterklasse, nur die Sache der Arbeiter sein!"

Worte der Bewohner

Yasmin (9:01): "So nur um überhaupt was zu sagen: Blablabla und Tschüss!“

Andy (14:00): "Wilhelm Florin war politischer Sekretär der Bezirksorganisation der KPD des Ruhrgebietes. Dieser hervorragende Führer des Ruhrproletariats wurde am 16.März 1884 in Köln geboren. 1923 war er einer der Organisatoren des nationalen Widerstandes an der Ruhr, des Generalstreiks zum Sturz der Regierung Cuno und des Abwehrkampfes gegen die Separatisten. Noch mehr? ROTFRONT!“

Claire (14:13): "Na, das habt ihr nicht erwartet. Das war Andys Rache für Babe. Übrigens: Ich hasse Euch! (Die Regie, nicht die Zuschauer)“

Sam (17:34): "Noch keine Gemeinheit heute? Was ist denn mit Euch los?“

Micha (19:22): "Die Ralph Siegel-Story hätte ich ja schon noch gerne gehört.“

Wolfgang (00:02): "Ihr - ihr seid so das allerletzte!“
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Frühstück.
Claire unterwegs in den Garten
Der Andy ist wieder da.
Pärchenbildung
Der 1. Mai wird zelebriert

 

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