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Tag 23

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Worte der Bewohner
Montag, 28.04.2003

7.30 Uhr:
Sam steht als erstes auf, lässt Claire noch weiter schlafen und schleicht sich zum Sprechzimmer. Und ja, es sind neue Vorräte da! Er verstaut sie in der Küche, die Zigaretten legt er ganz offen auf den Tisch, damit ja keine Missverständnisse entstehen. Drum herum baut er ein wunderschönes Frühstücksgedeck und stellt sogar einen Aschenbecher auf den Tisch, obwohl wir uns ja in der Rauchverbotszone befinden.

9.15 Uhr: Langsam kommt Leben in die Bude und die ersten Schlangen entstehen vor dem Badezimmer. Yasmin lässt sogar Sam den Vortritt, weil der nur kurz, aber dringend auf die Toilette muss. Alle scheinen sich vorgenommen zu haben, wieder ein bisschen harmonischer miteinander umzugehen.

Die Bewohner singen!
Die Liebe
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9.40 Uhr: In seltener Eintracht haben sich die Mitbewohner zum Essen eingefunden. Mit Bedacht unterhält man sich nicht über Themen wie Zigarettenverstecken, Pärchenbildung und Nominierung. Stattdessen redet man über Belanglosigkeiten. "Meint ihr nicht, wir sollten unserem Schwein mal einen Namen geben, wäre doch mal an der Zeit nach einer Woche!" meint Sam. Micha: "Ja, wir sollten sie Rosalinde nennen, das ist ein echter Schweinename!" Andy: "Nee, Schwein heißt Babe!" Begeistert pflichtet ihm Wolfgang bei: "Ja, Schweine heißen so, da gibt´s sogar zwei Teile!" Des lieben Friedens Willen einigt man sich ohne größere Diskussion auf Andys Vorschlag. Ja, so langweilig ist es heute! Yasmin zündet sich eine Kippe an und Claire tut so, als würde sie diesen Faux pas nicht bemerken…

10.05 Uhr: Die Mitbewohner verlassen das Haus, um das Schwein mit einer Hand voll Futter zu taufen. Auf einmal bricht Andy in Tränen aus, man hat ihm seinen Freund genommen - wo gestern noch eine Sau war, ist heute ein leeres Gatter. Suchend läuft der verzweifelte Andy durch den Garten: "Babe, wo bist du? Babe?" Betroffen stehen die anderen um das Gehege. "Das ist ja mal wieder typisch, kaum hat man sich an das Tier gewöhnt und endlich schweinewürdige Bedingungen geschaffen, kommen die und nehmen es uns weg!" schreit Claire erzürnt, während Sam seinen Arm tröstend um sie legt.

11.25 Uhr: Andy streicht immer noch ruhelos durch den Garten, während sich die anderen zurückgezogen haben. Nur Yasmin geht auf ihn zu und hakt sich unter: "Andy, Babe ist wieder zu Hause, sei nicht traurig." Ungläubig sieht er sie an. "Andy, als ich klein war, hatte ich mal einen Hund. Ich liebte ihn über alles und dann ist er einfach weggelaufen." "Und was passierte dann?" "Äh, weiß ja nicht, ob das jetzt so gut ist…" "?" "Er wurde überfahren." Andy rastet jetzt total aus und wirft sich wie ein dreijähriges Kind mit Wutanfall ins Gras. "Hey, das ist nicht so schlimm. Ich bekam einen neuen, der war noch viel lieber!" Zu spät, für Andy ist der Tag gelaufen.

17.00 Uhr: Der restliche Vormittag verlief ein bisschen deprimiert, die Mitbewohner sitzen im Wohnzimmer und versuchen, sich selbst zu beschäftigen, nur Andy sitzt auf der Fahnenstange und klagt der Nachbarschaft lauthals sein Leid, als sich plötzlich die wohlbekannte Stimme wieder meldet: "Ja, Kollektiv, auch die zweite Wochenaufgabe habt ihr in den Sand gesetzt!" Wolfgang springt auf: "Ey, ihr Freaks, mit diesen Händen haben wir der Sau ein neues Zuhause gebaut. Und haben wir dieser Sau nicht unsere letzten Vorräte gegeben?!" "Wir haben euch das Tier mit 135 Kilo auf den Rippen geliefert. Auf der Freibank kam es nur noch auf 127!" Fassungslos starren sich die Bewohner an. Claire findet als erste ihre Sprache wieder: "Was, ihr habt das Tier getötet? Ihr Verbrecher!" "Sagt mal, was haben wir euch eigentlich getan, dass ihr so scheiße zu uns seid?" fragt Sam. "Das könnten wir euch auch Fragen, Kollegen. Was denkt ihr, wie sich unser entlassener Aufnahmeleiter fühlt, allein mit drei Kindern und jetzt ohne Arbeit. Was denkt ihr, wie wir uns fühlen, und das nur, weil ihr keine Quote bringt. Und euer Lied? Wisst ihr, wie viel wir davon verkauft haben? Wir stellen das inzwischen kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung, damit sich das überhaupt jemand anhört!" Claire reicht es: "Euren Aufnahmeleiter haben sie ja wohl nicht zu unrecht gefeuert bei dem missratenen Konzept hier? Und wegen dem Lied: Schickt doch den Komponisten auf die Freibank, und nicht das unschuldige Babe!" Wild gestikulierend stehen die Bewohner nun im Wohnzimmer. Vorerst ein letztes Mal die Stimme: "Kommt ihr mal wieder runter, wir melden uns wieder, wenn man mit euch wieder vernünftig reden kann."

21 Uhr: Die letzten Stunden hat man gemeinsam über den Sender geschimpft, als sich die Stimme wieder meldet: "Keine lange Diskussion. Hier die neue Wochenaufgabe: Ihr Nasen kennt bestimmt `Wer wird Millionär?´- ihr bekommt jetzt jeden Abend neue Fragen, die zunehmend schwerer werden. Im Laufe des Tages muss einer von euch sie stellvertretend für die anderen im Sprechzimmer beantworten. Umso weiter ihr kommt, umso besser wird nächste Woche eure Vorratslage. Ende der Durchsage." Wolfgang beschwert sich sofort: "In Echt haben die aber Joker, was ist mit uns? Hä?"

21.15 Uhr: "OK, ihr habt auch drei Joker: die 50-50 Chance, die Publikumsfrage, aber verlasst euch nicht darauf, dass sich jemand meldet. Und dann noch den Telefonjoker: Ihr dürft einen Prominenten anrufen, und zwar Ulrich Wickert, Ralf Siegel oder Jean Pütz." "Ey, seid ihr matt, was solln das für Prominente sein?" wirft Yasmin ein, doch die Stimme lässt sich nicht beirren: "Und hier ist eure erste Frage: Wohin wirft man die Flinte? A- ins Wein, B- ins Korn, C- ins Bier oder D- ins Mineralwasser. Das dürftet sogar ihr schaffen. Gute Nacht."

22.30 Uhr: Im Haus ist alles klar: Eigentlich können sie sich ja alle gut leiden, wenn nur die Regie sie nicht immer gegeneinander ausspielen würde.

Worte der Bewohner

Sam, 8.50 Uhr: Die letzte Woche war ja echt stressig. Aber ich glaube, diese Woche wird wieder besser: Das Schwein hat einen Stall, es gibt wieder ein paar Vorräte. Und wenn ich nicht nominiert wäre, wäre alles eigentlich perfekt.

Yasmin, 10 Uhr: So langsam habe ich mich wieder beruhigt. Das mit den Kippen gestern war echt daneben, aber OK, die haben sich bei mir entschuldigt und ich will ja auch nicht nachtragend sein. Mit Micha werde ich mal reden müssen, dem merkt man seine fehlende Erfahrung echt an. Aber irgendwie ist das aber auch süß.

Andy, 11.05 Uhr: Babe, bist du hier? M-m-miezmiez, k-komm, z-zeig dich doch.

Claire, 13.27 Uhr: Hallo Regie, eins muß ich euch mal sagen: ihr habt echt ein Rad ab- da bauen wir einen Stall und haben uns endlich an das Tier gewöhnt, und das Tier hat sich an uns gewöhnt, dann nehmt ihr sie uns einfach wieder weg. Ihr wißt schon, dass so eine Sau auch ruckzuck am Streß verenden kann?!

Micha, 21.25 Uhr: Das ist doch endlich mal eine vernünftige Aufgabe, die ihr uns gegeben habt. Die letzte war ja ein bisschen dämlich: Zuerst sagt ihr nicht was wir mit Babe machen sollen, dabei erwartet ihr nur von uns, dass wir sie mästen sollen. Da wundert es mich ja nicht, dass eure Quoten nicht stimmen. Ansonsten macht mich Yasmin echt nervös. Ich glaube, ich muß noch eine Menge über Frauen lernen. Dabei habe ich mich ihnen doch immer so nahe gefühlt, hihi.

Wolfgang, 22.37 Uhr: Hier scheint ja jetzt die große Harmonie ausgebrochen zu sein. Kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr da draußen das besonders spannend findet. Aber keine Sorge, euer Wolfi wird sich da was einfallen lassen. Und wenn ihr dann Sam, den alten Langweiler rauswählt, geht es hier wieder richtig rund, Indianerehrenwort!
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Der erste steht auf.
Wo ist bloß das Schwein hin?
Yasmin tröstet Andy.
Allgemeiner Zeitvertreib
Es wird mal wieder gestikuliert.

 

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