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Tag 11

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Worte der Bewohner
Mittwoch, 16.04.2003

6:32 Uhr: Wolfgang wacht auf und muss dringend auf die Toilette. Auf dem Weg zurück fallen ihm Andy und Claire auf, die friedlich nebeneinander auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen. Grinsend geht er in die Küche und macht einen Kaffee und schmiert zwei Brötchen.

7:01 Uhr: Wolfgang stellt sich mit einem Frühstückstablett neben die beiden, tippt Claire auf die Schulter und hält ihr das Morgenmahl entgegen: "Guten Morgen, meine beiden Turteltäubchen!" Andy schläft seelenruhig weiter, aber Claire fährt in die Höhe, sieht auf Andy und begreift die kompromittierende Situation sofort: "Oh Nein, du bist es!" Wolfgang grinst noch breiter, aber Claire versucht, ganz ruhig mit ihm zu reden: "Hör mal zu, Wolfgang, hier war wirklich nichts!" "Aha, aber der Psycho ist unter der Mütze nackt!" Claire will sich auf keine Diskussion einlassen: "Wolfgang, es ist mir egal was du denkst, aber versprich mir, dass du den anderen davon nichts erzählst!" Wider Erwarten lenkt Wolfgang ein und verspricht, das Gesehene für sich zu behalten.

8:35 Uhr: Gudrun steht in langweiliger Regelmäßigkeit zuerst auf und will wie jeden Morgen allein ihren Kaffee trinken, um die paar ruhigen Minuten, die ihr am Tag bleiben, auszukosten. Da sieht sie Andy allein auf dem Sofa liegen. Sie möchte ihn wecken, weil sie der festen Überzeugung ist, dass man doch gesünder im eigenen Bett schläft. Doch Andy wacht einfach nicht auf, und da denkt sich auch Gudrun inzwischen nichts mehr dabei.

9:25 Uhr: So langsam kommt Leben in die Bude und es bilden sich die üblichen Schlangen vor dem Badezimmer. Die Bewohner beschließen heute draußen gemeinsam zu frühstücken, weil es ein wunderschöner Sonnentag zu werden scheint.

10:05 Uhr: Außer Andy sitzen nun alle auf der Terrasse und trinken diverse Heißgetränke. Sam: "Hey Leute, wenn wir hier nicht verhungern wollen, sollten wir uns langsam mal an die Wochenaufgabe ranmachen. Also, was wollen wir singen?" "Na, ich denke mal, dass der Sender von uns erwartet, dass wir ein Lied darüber machen, wie toll es uns hier geht und dass bei uns im Haus immer die Sonne scheint", meint Claire. Alle schauen nachdenklich vor sich hin. "Wir sollten was Lustiges machen! So mit Männern und Frauen und was da so passieren kann." So will Micha seine Mitbewohner motivieren, aber Claire schaut sie nur abschätzend an.

11:00 Uhr: Bei der Diskussion scheint nicht wirklich etwas Vernünftiges heraus zukommen. Am ehesten scheint sich Wolfgangs Idee durchzusetzen, ein Lied darüber zu machen, was man alles Tolles mit dem Siegpreis anstellen könnte: "Ich kaufe mir ein schnelles Auto, ich mache euch alle nass, fahre immer nur 220, denn das macht mir Spaß!" Yasmin steigt voll darauf ein: "Ich fahre nach Tahiti, Grönland und den Irak, da scheint die Sonne, das finde ich stark!" Die anderen rollen mit den Augen, aber Yasmin und Wolfgang sind begeistert. "Und als Refrain: Autos, Häuser und ein Swimmingpool, gewinnen macht reich und ist auch cool!"

11:45 Uhr: Man kann sich auf diesen Vorschlag doch nicht einigen. Gudrun regt an, sich in Arbeitsgemeinschaften aufzuteilen, und dann hinterher die besten Einfälle zu nehmen.

12:00 Uhr: Heute ist die sehr stille Claire mit Kochen dran, sie möchte einen Eintopf zaubern. Die Mitbewohner sind von ihr zum Gemüseschneiden verpflichtet worden. Auf einmal steht Andy, nach wie vor nur mit Mütze bekleidet, in der Tür: "10,24044332549 ist die dritte Wurzel aus 789" Verblüfft starren ihn die anderen an, bis Micha das Wort ergreift: "Andy, willste nicht erstmal deine Wurzel bedecken, bevor du sie ziehst?"

12:30 Uhr: Mitten beim Essen fährt es durch Wolfgang: "Da habe ich mal so´n Film gesehen, da war auch so´n Bekloppter, der aber rechnen konnte. Stellt ihm doch mal ´ne Aufgabe!" Es fällt aber niemandem eine Aufgabe ein, bis Gudrun endlich was hat: "Andy, nenne uns doch bitte mal Pi!" Wie aus der Pistole geschossen kommt: "dreikomma1415967853249". Gudrun ist begeistert: "Also, ich kenne sie nur bis zur fünften Stelle, aber das stimmt!"

13:30 Uhr: Den Nachmittag verbringt man auf der Terrasse mit dem Formulieren von Rechenaufgaben. "Hey Andy, und jetzt sag´ uns mal, wie viel ist 475 mal 23 - 7601 hoch 5" "6700602". Wolfgang ist begeistert: "Wenn wir draußen sind schnapp ich mir den Burschen und wir Reisen von Kirmes zu Kirmes und verdienen Millionen!"

16:40 Uhr: Irgendwann wird das auch langweilig und die Mitbewohner verziehen sich nach und nach. Wolfgang steht auf, um seiner üblichen Nachmittagsbeschäftigung nachzukommen: Videokucken.

16:45 Uhr: Aufgeregt kehrt er zu den anderen auf die Terrasse zurück: "Ey, wir haben neue Videos!" Neugierig gehen sie gemeinsam ins Wohnzimmer und durchsuchen die Kiste. Wolfgang ist stinksauer: "Was denken die sich denn? Was sind das für Filme?" Wütend donnert er "Das Piano" zu Boden. "Wollen die uns verarschen?" Doch Gudrun ist ganz begeistert über die Ansammlung von Literaturverfilmungen: "Da schaut: die Blechtrommel, Hamlet, Faust!"

17:30 Uhr: Gudrun hat es sich vor "Krieg und Frieden" bequem gemacht, Claire setzt sich zu ihr. Währendessen trinkt Wolfgang schon sein drittes Bier draußen im Garten: "Das ist doch Psychoterror hier, die wollen uns fertig machen". Sam und Yasmin sind bei ihm und wollen ihn beruhigen, sind aber chancenlos. Selbstmitleidig jammert er angetrunken vor sich hin: "Alle haben hier Spaß, nur ich darf nicht mal ordentliche Filme kucken. Seit Tagen kein Sex, keine Disco, kein ordentliches Fitnessstudio. Da erlebt sogar die kleine Schlampe mehr als ich." Da werden die beiden anderen hellhörig: "Das dürft ihr aber keinem weitererzählen." In den schillerndsten Farben beschreibt Wolfgang das, was er in der Früh gesehen zu haben glaubt. Verständnisvoll streichelt ihm Yasmin über den braungebrannten Arm.

20:30 Uhr: Alle Bewohner sitzen vor der Mattscheibe und schauen teilweise gelangweilt die vierte Stunde des Kriegsepos. Wolfgang ist auf dem Boden eingeschlafen und schnarcht. Andy will noch ein bisschen rechnen und bittet um Aufgaben, als Sam ihn zusammenstaucht: "Lass mich doch in Frieden mit dem Scheiß!" und vollkommen unentspannt in das Schlafzimmer geht. Verwundert sehen ihm die anderen hinterher.

22:30 Uhr: Alle sind inzwischen ins Bett gegangen. Claire schläft die zweite Nacht auf dem Sofa. Alleine.

Worte der Bewohner

Wolfgang: "Heut war ja echt ein Scheißtag und bei der Gelegenheit möchte ich auch ein paar Worte an die Regie ausrichten: Es fällt schon auf, wie hier die Nominierten bevorzugt werden. Nee, fair ist das wirklich nicht..."

Gudrun: "Heute Abend möchte ich mich mal wirklich bei den Machern bedanken, dass sie meine letzten Tage doch noch so interessant gestalten und ein bisschen Bildung ins Haus lassen. Wer weiß, dem ein oder anderen tut das hier bestimmt auch mal ganz gut."

Sam: "Also, so kommen wir mit der Wochenaufgabe wirklich nicht weiter. Wolfgang und Yasmins Vorschläge waren ja schon interessant, aber so richtig isses das aber auch noch nicht. Und vom Andy kommt auch nix. Dem ist ja sowieso immer alles scheißegal."

Claire: "Mit dem Andy ist wirklich nix passiert, dass war einfach nur lieb von ihm, dass er sich ein bisschen gekümmert hat. Ansonsten geht ja sowas den meisten hier am Arsch vorbei. Jedenfalls bleibe ich so lange auf dem Sofa, bis Micha auszieht... oder sich wenigstens entschuldigt."

Micha: "Manchmal kann einen das schon stressen hier drin. Aber man darf das einfach nich so ran lassen. Und dem Andy seine neuen Zauberkünste hätte ich ja auch gern mal mit nem Taschenrechner überprüft."

Yasmin: "Was der Wolfgang so erzählt hat, war ja echt der Hammer. So kann man sich täuschen, hihi. Aber ich glaub´, dem Sam hat das jetzt gar nicht so gepasst. Nur mal so´ne Vermutung."

Andy: "Wa-war mir gar nicht klar, dass ich mit Zazahlen so gut kann. A-aber auf einmal habe i-i-ichs verstanden."
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Erwischt!
Wolfgang kurz zuvor auf dem Klo...
Also, was wollen wir singen?
Ey, wir haben neue Videos...
Wolfgang schildert sein morgendliches Erlebnis.

 

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